Immer mehr Bauern im Web

4. April 2004, 11:05
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Landwirtschaftliche Förderabwicklung zunehmend übers Internet

Zu einer Art Vorreiter bei der elektronischen Verwaltung hat sich die heimische Bauernschaft in den letzten Jahren entwickelt: Rund 33.000 (von insgesamt 150.000) Landwirten wickeln große Teile ihrer Verwaltung - etwa die Antragstellung für Prämien - online ab. Die Förderverwaltungsstelle AMA (Agrarmarkt Austria) ist deshalb dabei, laufend neue Internet-Anwendungsmöglichkeiten zu installieren.

Aus jüngste neue Serviceangebote wurde ein Postkasten installiert, bei dem die Nutzer landwirtschaftliche Bescheide und Mitteilungen zugestellt bekommen können. Wie beim Onlinebanking basiert dieses auf einem transaktionsabhängigen PIN/TAN-Verfahren. Mit der Aufnahme der elektronischen Signatur wolle man noch zuwarten, wie dies in Österreich angenommen wird, so Martina Mayerhofer, Öffentlichkeitssprecherin der AMA.

Außerdem wurde das "eAMA", so die Bezeichnung für die elektronischen Angebote für die Bauern, ein betriebsindividuelles Kontoinformationssystem erweitert. Darin kann der Landwirt seine persönlichen Auszahlungen von der AMA nachlesen.

Bis zum heurigen Sommer soll es zum Angebot einer "Hofkarte" im Internet kommen, bei der aufgrund einer digitalisierten Katastermappe jeder Bauer Einsicht auf seine Liegenschaften nehmen kann. Als erster Schritt werden ca. 50.000 Betriebe Einsicht in die digital bearbeiteten Luftbilder nehmen können.

Im Vorjahr wurden ein Viertel aller Tierprämienanträge - in Summe ca 47.000 - und fast 50 Prozent aller Rindermeldungen (ca. zwei Millionen) über das Web gestellt. (ruz)

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