Ruth Maders "Struggle" in Turin ausgezeichnet

2. April 2004, 23:58
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Sieger beim "Food in Film Festival" - "Regisseurin zeigt die Kompromisse und die Ausbeutung auf, die hinter unserem Lebensmittelsystem steht"

Rom - Die junge österreichische Regisseurin Ruth Mader hat am Wochenende für ihren Film "Struggle" den ersten Preis beim "Food in Film Festival" in Turin gewonnen. Im Mittelpunkt des Festivals stehen Filme, die um das Thema Nahrung und Kampf um die Existenzversorgung kreisen. "Wir haben Maders Film nicht nur wegen seiner beachtenswerten künstlerischen Eigenschaften, sondern auch wegen der Art gekürt, in dem das Problem der Nahrung in der modernen Gesellschaft in den Vordergrund gestellt wird", sagte der Präsident der Jury Alberto Barbera.

"Ausbeutung, die hinter unserem Lebensmittelsystem steht"

"Die Regisseurin zeigt in ihrem Film die Kompromisse und die Ausbeutung, die hinter unserem Lebensmittelsystem steht. Der Streifen erinnert uns daran, dass hinter unserem Reichtum an Nahrung eine ganze Menschheit steckt, die täglich kämpfen muss, um genügend zu essen. Die Regisseurin fordert uns auf, dies nicht zu vergessen", sagte Barbera. Zu den Ehrengäste des Festivals zählte auch der italienische Starregisseur Ermanno Olmi.

Der von Amour Fou Film und Struggle Films produzierte Streifen über den Existenzkampf einer illegalen polnischen Immigrantin und einem geschiedenen Immobilienmakler feierte seine internationale Premiere in Cannes und wurde im Herbst u.a. auf Festivals in Toronto, Vancouver, Pusan und London gezeigt. (APA)

  • Ruth Mader: "Struggle"
    foto: amourfou

    Ruth Mader: "Struggle"

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