Pro-Kopf-Verbrauch steigt

2. April 2004, 11:24
posten

Österreich 1980: 33 Liter Mineralwasser pro Jahr - Heute: 96 Liter

Das Geschäft mit Wasser ist eines der weltweit am stärksten wachsenden Lebensmittelmarktsegmente. Sogar in Österreich, versorgt mit sensationell hochqualitativem Leitungswasser, steigen die Verkäufe stark an.

So trank ein Bewohner dieses Landes im Jahre 1980 durchschnittlich 33 Liter Mineralwasser aus Flaschen (damals nur aus Glas). Zehn Jahre später war der Pro-Kopf-Verbrauch bereits auf 66,7 Liter gestiegen. Derzeit liegt er bei 96,4 Liter, Tendenz: weiter steigend.

"Near Water"-Produkte

Und: Bei dieser Statistik sind die so genannten "Near Water"-Produkte - Wasser mit diversen Geschmacksrichtungen à la Römerquelle Emotion, Vöslauer Balance oder Gasteiner Elements nicht enthalten, da diese laut dem heimischen Lebensmittelkodex als Limonaden gelten. Diese sind seit dem Jahr 2000 aber zu einem Boomsegment geworden.

Dazu gibt es auch Zahlen: Die Marktforschung ACNielsen erhob, dass im österreichischen Lebensmittelhandel (die Harddiskonter Hofer und Lidl sind in dieser Statistik nicht erfasst) im Jahr 2000 Mineralwasser (ohne Soda) um rund 135 Millionen Euro verkauft wurden, davon gingen knapp zwei Prozent auf "Near Water". Im Vorjahr stieg der Umsatz auf 199 Millionen Euro, Emotion, Balance, Elements und Co lukrierten dabei 22 Prozent.

In Österreich gibt es 17 Mineralwasserabfüller, die über eigene Quellen verfügen. Zusammen bringen sie 7,3 Millionen Hektoliter Wasser auf den heimischen Markt und in den Export (0,2 Mio. hl). Importiert werden in Österreich weiters 0,7 Mio. Hektoliter. Die größten heimischen Unternehmen der Branche sind Römerquelle (seit Anfang des Jahres im Eigentum des Coca-Cola-Konzerns), Vöslauer (Ottakringer-Brauerei) und Gasteiner (Brau Union/Heineken). (szem, Der Standard, Printausgabe, 30.03.2004)

Share if you care.