Radsport: Haselbacher denkt an Tour

6. April 2004, 23:28
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Gerolsteiner-Profi nach gelungenem Comeback optimistisch - Eisel in La Panne im Einsatz

Wien - Vier Monate konnte Rene Haselbacher wegen einer Rückenmarksentzündung pausieren müssen, am Montag zog der Radprofi eine optimistische Bilanz seines ersten Renneinsatzes bei der Katalanischen Woche. "Auch wenn auf den letzten Etappen der Saft draußen war, ich bin froh, dass es schon so läuft", sagt der Mann von Gerolsteiner-Profi. Einen Start bei der Tour de France und den Olympischen Spielen hat er trotz der beeinträchtigten Vorbeireitung noch nicht abgehakt: "Ich will die Tour fahren, wenn ich stark genug bin."

Nachwirkungen

Das für die Krankheit typische Kribbeln in den Beinen sei dank der Behandlungen weg, geblieben sei nur ein beengendes Gefühl in den Füßen. "Aber das behindert mich nicht, ich kann damit umgehen, weil ich Ziele habe", erklärte der 26-Jährige. Sein Team fragte wegen Einsätzen bei den Drei Tagen von La Panne und Paris Roubaix an, doch Haselbacher winkte ab. "Ich möchte es behutsam angehen."

Der Einsatz bei Gent-Wevelgem (7.4.) ist fix, dann folgen wahrscheinlich Rund um Köln (12.4.) und die Niedersachsen-Rundfahrt. "Am Samstag habe ich erstmals auch an Olympia gedacht", sagte Haselbacher. "Ich weiß noch nicht einmal die Limits, aber schau'n wir einmal..."

Volle Pulle in Flandern

In La Panne, der Vorbereitung auf die Flandern-Rundfahrt am Sonntag, sind hingegen Haselbachers Teamkollege Peter Wrolich und Bernhard Eisel dabei. Letzterer kämpft noch mit den Folgen der zehntägigen Zwangspause nach dem schweren Sturz bei Paris-Nizza.

"Das hat mich unglaublich viel gekostet, ich fühle mich wie ein Fußgänger. Aber die Form kommt schon wieder", erklärte Eisel, der die Rennen als Vorbereitung auf Paris-Roubaix fährt. Die schwierigen Strecken in Belgien, wo immer wieder Kopfsteinpflaster bremst, sind freilich alles andere als ideal zum Einrollen. Eisel: "Da gibt es kein Pokern, entweder man hat es drauf oder nicht." (APA/red)

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