Aspirin und Krebs-Behandlung: Ein zweischneidiges Schwert

5. April 2004, 12:21
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Neue Studie weist auf positiven Effekt bei Eierstockkrebs hin - zu regelmäßiger Einnahme wird dennoch nicht geraten

Philadelphia - Aspirin und ähnliche Schmerzmittel können bei der Behandlung von Eierstockkrebs eine entscheidende Rolle spielen. Sie gehören zu den so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika, die die Chemikalie Cox-2 blockieren können. Wissenschaftler des Fox Chase Cancer Center haben nachgewiesen, dass dieses Protein das Tumorwachstum bei Eierstockkrebs fördert. Sie präsentierten ihre Forschungsergebnisse auf dem von 27.-31.3. in Orlando (Florida) stattfindenden Jahrestreffen der American Association for Cancer Research.

Die aktuelle Studie gehört zu einer Reihe von Untersuchungen, die davon ausgehen, dass Aspirin bei der Krebsbehandlung von Bedeutung sein könnte. Frühere Studien haben laut BBC nahe gelegt, dass Aspirin gegen eine Reihe von Krebsarten wie Brust-, Dickdarm- und Darmkrebs Schutz bieten könnte. Das Team um Mike Xu nimmt an einem von der US-Regierung finanzierten Untersuchung diesen Themengebietes teil.

Elaine Vickers von Cancer Research UK erklärte, dass es trotz der viel versprechenden Hinweise auf eine Wirksamkeit derzeit nicht ratsam sei, Aspirin regelmäßig einzunehmen. Ein Anfang 2004 publizierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Langzeiteinnahme von Aspirin das Risiko einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen kann. (pte)

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