Sie ließ über 30 Millionen Bäume anpflanzen

5. April 2004, 12:06
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Die Kenianerin Wangari Maathai, eine Vorkämpferin für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit

Oslo - Unter ihrer Regie wurden in Afrika über 30 Millionen Bäume gepflanzt. Dafür hat die Kenianerin Wangari Maathai den norwegischen Sophienpreis für Umweltschutz erhalten, wie die Stiftung des Sophienpreises am Montag in Oslo erklärte. Die Biologieprofessorin erhält die mit 100.000 Dollar (rund 82.000 Euro) dotierte Auszeichnung, die der Autor Jostein Gaardner ("Sophies Welt") 1997 ins Leben rief. Maathai sei seit über 30 Jahren nicht nur eine Vorkämpferin für den Umweltschutz, sondern für Demokratie, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit, hieß es in der Begründung der Stiftung.

Die 64-jährige gründete in den 70er Jahren die Bewegung "Grüner Gürtel", die bis heute über 30 Millionen Bäume auf dem Kontinent gepflanzt hat und zehntausenden Menschen Arbeit gibt. Maathais Organisation setzt sich zudem für eine verbesserte Stellung der Frau ein. Sie selbst war die erste Frau Ostafrikas, die zunächst die Doktorwürde und danach eine Professur erwarb. Sie gilt in ihrem Heimatland als politisch-moralische Instanz und als Anwältin der Menschenrechte. (APA)

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