Computerviren in Europas Kleinbetrieben - Studie: 22 Mrd Euro Schaden

7. April 2004, 12:55
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Jedes dritte deutsche KMU muss nach Virenbefall neue Hardware beschaffen - Geringer Einsatz von Schutzprogrammen

Bei europäischen Kleinunternehmen verursacht die zunehmende Flut von Computerviren- und Wurmattacken einer Studie zufolge jährlich finanzielle Schäden in Höhe von 22 Mrd. Euro.

Kosten in Höhe von 5.000 Euro

Infolge lahm gelegter Personal Computer entstünden den Unternehmen bei jeder Attacke im Schnitt Kosten in Höhe von 5.000 Euro, teilte das Sicherheitsunternehmen Network Associates am Montag in München mit.

Ein Drittel der deutschen Kleinunternehmen mussten nach einem Virenbefall neue Hardware anschaffen, 29 Prozent haben wichtige Dateien verloren oder massive Beschädigungen festgestellt, hieß es.

Vorsichtig

Die deutschen Mitarbeiter sind danach im europäischen Vergleich am vorsichtigsten im Umgang mit Dateianhängen in elektronischer Post. Während in Frankreich 24 Prozent der Kollegen den Anhang einer E-Mail mit unbekanntem Absender öffnen würden, täten das in Deutschland nur 9 Prozent.

500 Kleinunternehmen befragt

Auf Unternehmerseite schneidet Deutschland weniger gut ab. Mit 11 Prozent weist Deutschland den höchsten Anteil von Firmen auf, die keinen entsprechenden Virenschutz einsetzten, in Spanien und Großbritannien sind dies nur 1 Prozent. Für die Untersuchung hat Network Associates insgesamt 500 Kleinunternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien befragt. (APA)

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