Stadt Wien hilft Firmen bei der Personalsuche

6. April 2004, 11:17
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"Cluster Support Programm" vermittelte 600 Arbeitslose an 350 Firmen

Wien - Die Stadt Wien hilft Firmen seit dem Jahr 2000 bei der Suche nach Personal mit besonderen Qualifikationsanforderungen. Insgesamt 600 Arbeitslose wurden dabei an 350 Firmen vermittelt. Als positives Beispiel für dieses "Cluster Support Programm" (CSP) präsentierte Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) heute, Montag, in einer Pressekonferenz eine seit 2002 laufende Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim.

Finden, was es am Markt nicht gibt

Laut Klaus Stochl, Generaldirektor von Boehringer Ingelheim Austria, konnten dadurch sechs Personen, die es am Markt nicht gab, für den Laborbereich gefunden werden. Nachdem Firmen fehlendes qualifiziertes Personal am Markt melden, tritt der Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (WAFF) in Aktion und sucht geeignete Arbeitslose für den Betrieb. Für diese wird dann ein Qualifikationsprogramm erarbeitet. Bei der Pharmafirma läuft diese Ausbildung gerade, eine Person wurde bereits fix angestellt, die anderen fünf sollen folgen.

Seit Beginn der gemeinsamen Initiative des WAFF und des Arbeitsmarktservices (AMS) im Juni 2000 sind über 600 Personen in das CSP eingetreten. Sie wurden an rund 350 Wiener Unternehmen vermittelt. Im ersten Quartal 2004 sind bereits 89 neue Kooperationen mit Unternehmungen vereinbart worden. Insgesamt sollen damit 314 offene Stellen besetzt werden. 134 arbeitslose Personen sind bereits in die betrieblichen Schulungsmaßnahmen eingetreten.

500 Plätze

Für das Jahr 2004 wurde Zahl der Plätze auf 500 erhöht. Damit soll der wachsenden Nachfrage nach diesem Programm Rechnung getragen werden. Der WAFF setzt im laufenden Jahr dafür rund 1,14 Mio. Euro ein.

Formell ist das CSP-Programm eine so genannte Implacementstiftung. Für die Dauer des Programms erhalten die Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitslosengeld ein von der Kooperationsfirma finanziertes Stipendium - als Lohnersatz für die praktisches Tätigkeit - sowie eine Ausbildung und die Chance auf eine fixe Anstellung. Die Ausbildungskosten werden zwischen der Kooperationsfirma und dem WAFF geteilt. Im Schnitt werden bis zu 70 Prozent bei der Kooperationsfirma nach Ablauf der Kooperation eingestellt. (APA)

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