Für die "Wissenschaft" gestorben

5. April 2004, 12:13
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Japan hat neuerlich 440 Minkewale abgeschlachtet

Tokio - Die japanische Walfangflotte ist am Montag mit 440 getöteten Minkewalen in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. Die Fangtour durch das Antarktische Meer südwestlich von Australien habe "wissenschaftliche" Ziele wie etwa die Erforschung der Frssgewohnheiten der Tiere gehabt, sagte ein Sprecher der Fischereibehörde am Montag. Das Fleisch der getöteten Meeressäuger werde zum Verkauf freigegeben, dabei würden "internationale Auflagen" beachtet.

Nach Angaben von Umweltschützern, die den "wissenschaftlichen Sinn" von Japans Walfang offen bezweifeln, kommen in dem Land jährlich 2.000 Tonnen des begehrten Walfleisches in die Geschäfte. Zum Zorn von Tierschützern gibt Japan trotz des seit 1988 gültigen Walfang-Moratoriums alljährlich 700 Wale zum Abschuss frei. Es nutzt dabei ein Schlupfloch in der internationalen Vereinbarung aus, das den Fang und Abschuss für wissenschaftliche Zwecke gestattet.

Die Regierung argumentiert, die Walbestände in den Weltmeeren hätten sich erholt und würden große Mengen wertvoller Speisefische fressen. Umweltschützer sehen dies als Vorwand, unter dessen Deckmantel Japan seinen kommerziellen Walfang weiter betreibt.(APA)

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