Schönes Mohren-Haserl

2. April 2004, 11:44
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Meinl-Kaffee hat neben seinem rassistischen nun auch den sexistischen Beigeschmack

Schlimmer als Rassismus und Sexismus in der Werbung ist eigentlich nur eine Kombination dieser beiden Denksysteme. Möglich sind dann Sujets, wie sie letzte Woche in der Wochenendausgabe der Tageszeitung "Krone" erschien: Auf Seite 9, dort wo normalerweise unbekleidete weiße Frauen mit dem Duschkopf kämpfen oder sich ähnlich prekär aus einer starren Sexpose befreien sollen, prangte eine Anzeige des Kaffeeherstellers Meinl. Der Text: "Zu Ostern hat doch tatsächlich jemand Amandas Kleider versteckt. Aber sie trägt das Eva-Kostüm mit Fassung...usw."

Die erste "Meinl-Mohrin" schreibt sich die Werbeagentur Demner, Merlicek und Bergmann auf die einschlägig bekannten Fahnen. Upsi Ironie! - im Zeichen der Gleichberechtigung setzt DMB der "hübschen Schwarzafrikanerin" das rote Fes auf und macht sie zur "Mohrin"... Das wird die schwarze Community in Österreich freuen! Endlich Schluss mit der Kolonial-Kritik, Bohnenpflücken für den weißen Herren war doch eh viel witziger. Und welche Errungenschaft für die Anerkennungspolitik: Das schöne schwarze Haserl gereicht jetzt auch der Krone-LeserInnenschaft als Wichs-Vorlage! Danke Meinl. (red)

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