Kühne & Nagel legt für 2003 Rekordergebnis vor

5. April 2004, 15:32
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Schweizer Logistikkonzern profitierte von Ostasien-Boom und Restrukturierungen in Nordamerika

Zürich - Der Ostasien-Boom und Restrukturierungen im nordamerikanischen Geschäft haben dem international tätigen Schweizer Logistikkonzern Kühne & Nagel 2003 zu einem Rekordgewinn von 196 Mio. sfr verholfen. Die Dividende soll um 50 Rappen auf 3,50 sfr je Aktie erhöht werden, gab das Unternehmen am Montag bekannt. Auch Kühne & Nagel Österreich hält heute seine Bilanz-PK ab.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte sei das Geschäft gut gelaufen und auch im laufenden Jahr sei mit einer anhaltend guten Entwicklung bei Auftragsvolumen und Erträgen zu rechnen, hieß es weiter. Im Jahr 2003 hatte das Unternehmen nach außerordentlichen Goodwill-Abschreibungen von gut 200 Mio. sfr unter dem Strich ein Ergebnis von Null ausgewiesen.

Umsatz von 9,55 Milliarden Franken

Der Umsatz stieg auf 9,55 Mrd. Franken (6,14 Mrd. Euro), nach 8,81 Mrd. sfr im Jahr davor. Der Rohertrag, der Erlöse für Zölle und Abgaben sowie bezogene Leistungen ausschließt, erhöhte sich auf 2,06 (Vorjahr 1,91) Mrd. sfr. Das Betriebsergebnis EBITA verbesserte sich um 14 Prozent auf 316 Mio. von 277 Mio. sfr. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von etwa 183 Mio. sfr gerechnet.

Vor allem das zweite Halbjahr habe die positive Ergebnisentwicklung erheblich gefördert und auf das Rekordniveau gebracht, erklärte der Unternehmen weiter. Die Entwicklung habe sich in den ersten zwei Monaten 2004 fortgesetzt.

Von dem anhaltend starken Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft und der zunehmenden Verlagerung von Produktionsstätten nach Asien und Osteuropa hätten vor allem die Geschäftsfelder See- und Luftfracht mit signifikanten Volumenzuwächse profitieren können. Im nordamerikanische Kontrakt-Logistikgeschäft hätten umfassende Restrukturierungen, Vertragserweiterungen und Neugeschäfte zur Verbesserung der Profitabilität geführt, hieß es weiter. In Europa konnten die Erträge auf Vorjahresniveau gehalten werden. (APA/Reuters)

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