Debatten um neues Statut bei slowenischer Zeitung "Dnevnik"

2. April 2004, 14:28
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Kritik an Strategie des Miteigentümers Styria

In Slowenien sorgt man sich über mögliche Eingriffe in die Rechte der Journalisten bei der Laibacher Tageszeitung "Dnevnik". Bei der jüngsten Aktionärsversammlung habe die Styria Medien AG, die 25,74 Prozent an der Zeitung hält, eine Änderung der Statuten durchgesetzt. Damit könnten bei der eventuellen Absetzung des Chefredakteurs die Journalisten nicht mehr wie bisher mitentscheiden, berichtete die Tageszeitung "Delo" vergangene Woche. Styria-Vertreter Klaus Schweighofer betonte indes dazu in "Dnevnik", es sei nicht im Interesse der Styria, die Position der Journalisten zu schwächen.

Debatte über Mitspracherecht der Journalisten

Mitspracherecht haben sie weiterhin bei der Ernennung eines neuen Chefredakteurs. Schweighofer erklärte, man habe verhindern wollen, dass die Journalisten den Chefredakteur auf eigene Faust absetzen. Außerdem sei sein Vorschlag mit 85 Prozent der Stimmen angenommen worden. Auch die slowenischen Mehrheitseigentümer hätten sich somit einverstanden erklärt. Der Vorsitzende des slowenischen Journalistenvereins, Grega Repovz, kritisierte die statutarische Veränderung hingegen. (APA)

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