Der Wahlwind bläst rauer

24. April 2004, 12:16
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Dem "Herrn Mitbewerber" wird nichts geschenkt

Linz/Wien - Je näher die Wahl rückt, umso rauer wird auch das (Gesprächs-)Klima, wie beim Landesparteitag der oberösterreichischen ÖVP in Linz. Mit bekanntem Lächeln bewegte sich Benita Ferrero-Waldner an diesem schwarzen Samstag auf sicherem Parkett. Der Wunsch nach einer Damenwahl am 25. April ließ sich nicht mehr hinter diplomatischer Sanftmütigkeit verbergen. Dem von ihr stets als "Herr Mitbewerber" bezeichneten Heinz Fischer wurde nichts geschenkt. Die "Löwin" erinnerte an ihren Einsatz bei den EU-Sanktionen und kritisierte das "stete Schweigen des jetzigen Gegenkandidaten in diesen schwierigen Zeiten".

Dem wurde indes prominenter Beistand zuteil. Portugals Staatspräsident Jorge Sampaio pries Fischers Einsatz für die Aufhebung der Sanktionen in vollen Tönen: "Ich denke, dass dies der wirkliche Beginn eines Prozesses war, der die harte Haltung in der EU beenden sollte." (mro/DER STANDARD, Printausgabe, 29.3.2004)

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