"Fernsehen muss visionär sein"

6. April 2004, 12:17
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Stefan Raab nennt Vergleich mit Bohlen eine "bodenlose Frechheit"

Trotz seines erneuten Siegs in einer deutschen Grand-Prix-Vorentscheiung will Stefan Raab nicht mit Erfolgsproduzenten wie Ralph Siegel und Dieter Bohlen verglichen werden. "Mein Ansatz, Entertainment zu betreiben, ist ein völlig anderer", sagte der Moderator von "TV total" dem "Focus". "Ich nehme Künstler ernst."

Parallelen zu Bohlen lehnte der ProSieben-Star als "bodenlose Frechheit" ab: "Der Vergleich scheitert schon am Talent. Außerdem ist Bohlen 50 Jahre älter." Raab hatte den 22-jährigen Sänger Maximilian Mutzke entdeckt und gecastet, der nun für Deutschland beim Schlager-Grand-Prix in Istanbul antritt.

Kleinen Fernsehsendern mit wenig Geld empfahl er, auf Kreativität zu setzen. "Fernsehen muss visionär sein", sagte er - und verwies auf seine Wok-WM, bei der Prominente in asiatischen Gemüsepfannen einen Eiskanal herunterrutschen. Die Rennen seien 2003 und 2004 die erfolgreichsten Wintersportübertragungen nach dem Neujahrs-Skispringen gewesen. Den gesunkenen Zuschauerschnitt seiner Sendung kommentierte Raab gelassen: "Wenn Pro Sieben 'TV Total' aus dem Programm nimmt, gehe ich eben." (APA/AP)

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