Streit bei ebay

4. April 2004, 11:04
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MitarbeiterInnen werfen Konzernleitung Klima der Angst vor – "Big Brother" am Arbeitsplatz

Zu einer ungewöhnlichen Aktion sahen sich deutsche MitarbeiterInnen von ebay veranlasst: Mittels einer anonymen Internetumfrage soll auf das nach ihren Angaben miserable Arbeitsklima beim Internet-Auktionshaus aufmerksam gemacht werden. Die bisherigen Ergebnisse scheinen dies zu untermauern: So sehen sich der TeilnehmerInnen einer sehr starken Kontrolle ausgesetzt, 62 Prozent befürchten, dass ihre Daten von der Geschäftsleitung als Überwachungsinstrument eingesetzt werden könnten.

Kritik: Unerwünscht

Im Gespräch mit Spiegel Online bestätigte ein Sprecher der Mitarbeiter, der aus Angst um seinen Job anonym bleiben möchte die Zustände. Bei ebay gebe es strenge Hierarchien und ein Klima der Angst: "Kaum jemand macht noch den Mund auf. Kritik wird sehr hart geahndet."

Überwachung

Im Zentrum der Kritik steht dabei die Software "Activity Manager", die minutiös die Tätigkeiten der Mitarbeiten protokolliert, selbst wer aufs Klo geht, muss sich beim Programm abmelden. eBay-Sprecher Nerses Chopurian sieht die Angelegenheit naturgemäß anders: Man betreibe ein leistungsbezogenes Call Centers, im Interesse der KundInnenzufriedenheit sei so etwas unerlässlich. (red)

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