AK will Unternehmen wegen unerbetener Telefonanrufe klagen

4. April 2004, 11:12
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Teilnahme an angebotenen Lotto-Spielgemeinschaften kostet rund 50 Euro im Monat - "Verstoß gegen Telekommunikations- und UWG-Gesetz"

Die Arbeiterkammer (AK) warnt vor unerbetenen Telefonanrufen von drei Unternehmen, die eine Teilnahme an Lotto-Spielgemeinschaften anbieten. Konsumenten seien mitunter so überrumpelt, dass sie gleich ihre Kontodaten bekannt geben würden. Die AK kündigt Klagen an: "Die Unternehmen verstoßen gegen das Telekommunikationsgesetz, weil die Konsumenten den Anrufen nicht zugestimmt haben, und gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)", so die Wiener Verbraucherschützer am Sonntag.

(Un-)Beispielhaft

Drei verschiedene Unternehmen rufen derzeit laut AK ungebeten bei Konsumenten an: Dialog Lotto-Tipp-Systeme GmbH und Vest Telekom GmbH kommen aus Innsbruck, LTS Lotto Tipp System GmbH aus Wien.

Oft werde als Lockmittel eine Gratis-Spielrunde offeriert, danach koste die Teilnahme rund 50 Euro im Monat. Je nach Anbieter werden bis zu 216 Spielreihen pro Ziehung für die Spielgemeinschaften gespielt. Der Spielbeitrag wird mittels Bankeinzug (Lastschriftverfahren) beglichen. Dazu werden gleich am Telefon die Bankkontodaten verlangt. Für die AK ist es unverständlich, dass die Banken nicht auf eine schriftliche Einzugsermächtigung bestehen.

Vorsicht

Tipps der AK-Konsumentenschützer: "Geben Sie Unbekannten grundsätzlich nicht ihre Bankkontodaten am Telefon bekannt. Haben Sie die Bankkontodaten telefonisch bekannt gegeben, weil Ihnen zugesichert wurde, dass die Abbuchungsermächtigung erst mit Ihrer Unterschrift wirksam wird, so können Sie die Lastschriftermächtigung bei Ihrer Bank widerrufen. Haben Sie Bankdaten bekannt gegeben, kontrollieren Sie sorgfältig Ihre Kontoauszüge. Abbuchungen aus Lastschriftverfahren können Sie binnen 42 Tage ohne Angabe von Gründen rückbuchen lassen. Notieren Sie Name des Anrufenden sowie die Firma, in deren Namen angerufen wird." (APA)

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