Deutsche Werbewirtschaft hofft auf Ende der Flaute

19. April 2004, 11:24
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Wachsende Werberaufwendungen der Telekommunikationsfirmen

Wachsende Werbeaufwendungen der Telekommunikationsfirmen und die vor wenigen Tagen beendete Computermesse CeBIT lassen die deutsche Werbewirtschaft Hoffnungen auf ein Ende der zweijährigen Branchenrezession hoffen. "Im Jänner und Februar wurden in den klassischen Medien brutto 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum investiert", sagte der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Nielsen Media Research, Ludger Vornhusen, dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Die Hälfte stammt von Telekommunikationsfirmen. Verglichen mit den Vorjahresmonaten seien die Werbeausgaben der Branche um 70 Prozent auf insgesamt 124 Millionen Euro geklettert.

Die auf der Cebit präsentierten Neuheiten rund ums Telefonieren seien "positive Signale" für die Werbewirtschaft, die sich auch in Investitionen der Unternehmen niederschlügen, sagte der Sprecher des Zentralverbandes der Werbewirtschaft (ZAW), Volker Nickel, dem "Tagesspiegel". Für das Gesamtjahr rechnet der ZAW zurzeit mit einem Wachstum der Werbeumsätze von einem bis zwei Prozent. 2003 waren die Umsätze um zwei Prozent gesunken, im Jahr zuvor um sechs Prozent.

Auch der Gesamtverband der Kommunikationsagenturen (GWA) rechnet mit einer Erholung der Werbekonjunktur. GWA-Präsident Holger Jung sagte, zwei Prozent Wachstum seien möglich. Zwei Drittel der im GWA organisierten Agenturen sind noch optimistischer: Sie erwarten 2004 ein Umsatzplus von drei Prozent. (APA/dpa)

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