Lesevergnügen wie auf dem Papier

4. April 2004, 10:59
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Sony und Philips stellen das neue E-Book Librié vor

E-Books erfreuten sich bislang keiner großen Beliebtheit. Der Grund: Die Darstellung auf den herkömmlichen Monitoren ließ aufgrund der schlechten Bildauflösung zu wünschen übrig, die benötigten Lesegeräte dazu waren reichlich unhandlich. Mit dem jetzt von Philips und Sony gemeinsam angekündigten E-Book-Lesegerät namens Librié könnte aber ein neues Kapitel in Sachen digitales Schmökern aufgeschlagen werden.

Memory-Stick

Es ist etwas kleiner als ein DIN-A5-Blatt, misst 19 x 12,6 x 1,3 Zentimeter, wiegt (ohne Batterien) 190 Gramm und soll bis zu 20 Bücher à 250 Seiten speichern können. Wer noch mehr digitale Literatur mit sich herumtragen möchte, kann den Speicher mittels Memory-Stick erweitern.

Papierähnliche Bildschirmfläche

Sony-Manager Yoshitaka Ukita zufolge liest es sich auf dem E-Book so gut wie auf Papier. Für die lesbare Darstellung sorgt eine papierähnliche Bildschirmfläche, die von Philips entwickelt wurde. Zum Einsatz kommt dabei die so genannte Reflektivtechnik, die es ermöglicht, dass die Texte sowohl unter Sonnenlicht als auch in düsteren Umgebungen und von jedem Blickwinkel gut zu lesen sind.

Das Display zeigt den Text mittels "elektronischer Tinte", die bei der Entwicklung von E Ink beigesteuert wurde, mit den gleichen Kontrastverhältnissen wie auf Papier an.

librie

"Electronic Paper Display"

Das "Electronic Paper Display" benötigt für die Anzeige vonseiten keinen Strom, sondern verbraucht Strom nur dann, wenn sich das Bild auf dem Schirm verändert, also "umgeblättert" wird. Daher gelten hier andere Angaben für Akku- bzw. Batterielaufzeiten: Sony gibt an, dass der Librié mit vier AAA-Batterien mehr als 10.000 Seiten anzeigen kann, bevor die Batterien ausgetauscht werden müssen.

Japan

In den Genuss der digitalen Lesefreuden kommen aber vorerst nur Menschen, die des Japanischen mächtig sind. Angeboten werden soll das E-Book zu einem Preis von rund 310 Euro. Für den europäischen Markt wird die "Leserevolution" erst in ein bis zwei Jahren erwartet. (Der Standard Printausgabe 27./28. März 2004, Karin Tzschentke)

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    bild: sony
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