Serbischer Fußball-Boss nach Attentat gestorben

2. April 2004, 10:29
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Langjähriger Topfunktionär Branko Bulatovic erlag seinen schweren Kopfverletzungen

Belgrad - Der Generalsekretär des Fußballverbandes von Serbien-Montenegro (FSFCG), Branko Bulatovic, ist an den Folgen des Attentates vom Freitag gestorben. Das berichteten die Belgrader Medien am Samstag. Der 53-Jährige war offenbar von einem Auftragsmörder in den Kopf geschossen worden, als er zur Arbeit in der Innenstadt erschien, erklärte die Polizei. Der Montenegriner Bulatovic stand seit dreizehn Jahren an der Verbandsspitze, 1991 übernahm er den Posten des Generalsekretärs des damaligen Jugoslawischen Fußballverbandes (FSJ).

Ilija Petkovic, der Teamchef von Serbien-Montenegro, der sich am Tatort um den Verwundeten kümmerte, meinte: "Es war der serbisch-monenegrinische Fußball, der erschossen wurde. Es ist als ob die Schüsse gegen uns alle abgefeuert wurden." UEFA-Generalsekretär Olsson verurteilte den Anschlag.

Über die Hintergründe des Mordes gab es vorerst nur Spekulationen. Möglicherweise habe die organisierte Kriminalität oder die immer wieder angeführte "Fußball-Mafia" ihre Finger im Spiel, erklärten die Behörden ohne nähere Angaben. Ein hoher Offizieller des Verbandes wurde jedoch mit den Worten zitiert, er sei "ziemlich sicher, dass der Vorfall nichts mit Fußball zu tun habe." Alle für diesen Samstag geplanten Spiele wurden abgesagt. (APA/dpa/red)

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FSFCG

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    Branko Bulatovic, 1951 - 2004

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