Prüfer begrüßen, geprüft zu werden

1. April 2004, 16:13
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Wirtschaftsprüfer loben EU-Richtlinie

Wien - Die heimischen Wirtschaftsprüfer unterstützen die kürzlich vorgelegte EU-Richtlinie für mehr Transparenz ihres Gewerbes und bessere Qualität der Jahresabschlüsse. Wie berichtet, hat die Finanzmarktaufsicht erklärt, sie stehe als Prüfbehörde für die Prüfer zur Verfügung.

Helmut Maukner, Bereichsleiter bei Ernst & Young, erwartet sich dadurch "einen sicheren Mitstreiter für qualitativ hochwertige Abschlussprüfungen". Dass die Richtlinie auch Standards für "angemessene Abgeltung" vorsieht, freut Maukner auch, weil er sich dann ein "Ende des zum Teil unseriösen Preiskampfes in unserer Branche" erhofft.

Robert Reiter, Präsiden des Instituts Österreichischer Wirtschaftsprüfer (iwp), begrüßt sowohl die Prüfung der Prüfer als auch die vorgesehene Offenlegung der Honorare. Dadurch werde der Wert der Abschlussprüfung unterstrichen. Reiter drängt zudem auf baldige Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht und wünscht sich dabei die Möglichkeit, dass auch heimische Unternehmen entweder nach sieben Jahren ein neues Prüfungsunternehmen bestellen können (externe Rotation) oder nach fünf Jahren lediglich einen anderen Prüfer derselben Gesellschaft (interne Rotation) beauftragen müssen. (kbau, Der Standard, Printausgabe, 27.03.2004)

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