TV-Jukebox per Fernbedienung

14. September 2004, 11:00
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Der neue Fernsehkanal "ITV4Graz" vereint ORF, ATVplus+, Sat.1 und gotv - Vorerst nur für 150 steirische Testhaushalte ...

Dort versuchen alle vier auf "ITV4Graz" interaktive Anwendungen. gotv bringt Musikvideos auf Abruf.

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Wer den passenden Decoder angeschafft hat, kann schon seit Wochen im Raum Graz digitales Fernsehen empfangen. Derzeit zu sehen: ORF 1, ORF 2 und ATV+.

Am 3. Mai soll der Testbetrieb in die nächste Stufe gehen: Der Küniglberg und sein privater Konkurrent legen für einen vierten Fernsehkanal zusammen, zudem der vorerst nur im Kabel vertretene heimische Musiksender gotv und Sat.1 Österreich, das dem deutschen Namensvetter, der Styria Medien AG (Kleine Zeitung, Die Presse) und Raiffeisen (Kurier) gehört. Gemeinsam wollen die vier auf acht Stunden Programm täglich kommen, das dreimal wiederholt wird.

Interaktives Programm: Hauptanwendung ist ein deutlich besserer Teletext, der neben gewohnten Informationen in deutlich hübscherer Grafik auch Zusatzdienste zum Programm bietet. Zum Beispiel Abstimmungsmöglichkeiten per Fernbedienung.

Musikvideos auf Abruf, Zusatzinfos ...

Die will insbesondere gotv nützen, das auf "ITV4Graz" nachmittags zu sehen sein soll: Aus 200 Musikvideos können die Seher aussuchen und so - wenn es das Tempo der Technik es zulässt - " schon über den nächsten Titel im Programm entscheiden", verlautet von gotv.

ATV+ strahlt in seinem Zeitfenster etwa die sendereigenen Sprechstunden seiner TV-Psychologin und seines Fernseharztes aus. Die 150 Grazer Testhaushalte können Zusatzinfos zu den behandelten Beschwerden und über Selbsthilfegruppen abrufen per Fernbedienung ihrer Decoderboxen nach dem so genannten MHP-Standard. Auch Merchandisingartikel wie der ATV-Hund sind auf Knopfdruck zu ordern.

Digital-TV soll neben mehr Platz für die Übertragung von Programmen auch elektronische Programmführer bescheren. Der für Graz dürfte freilich noch nicht mit 3. Mai einsatzbereit sein. Durch den Pilotversuch soll herausgefunden werden, wie Zusatzangebote angenommen werden. Ab 2010 wird Fernsehen nur noch digital übertragen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 27./28.3.2004)

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