Novell plant weitere Übernahmen von Linux-Firmen

6. April 2004, 10:19
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Teile von Groupwise könnten ebenfalls Open Source werden - Novell-Vize Chris Stone im Gespräch mit dem WebStandard

Der Akquisitions-Hunger des Neo-Linux-Riesen Novell scheint mit SUSE und Ximian noch nicht gestillt zu sein: "Wenn man sich unser Produktangebot genauer ansieht, dann gibt es da noch einige Punkte, wo unser Portfolio abgerundet werden müsste", so Novells Linux-Strategie-Chef Chris Stone im Gespräch mit dem WebStandard. Momentan sehe man sich erneut nach Firmen um, deren Produkte die Novell-Entwicklungen bereichern könnten, entsprechende Übernahmen seien schon bald zu erwarten, nähere Details über potentiell interessante Firmen wollte Stone allerdings noch nicht nennen.

Umstellung

Auch eine kleinen Einblick in Firmen-Interna gewährte der sichtlich gut gelaunte Novell-Vizevorsitzende: Insgesamt habe es ca. 4-6 Monate gedauert, bis die Firma von der neuen Linux-Ausrichtung und vor allem der Open Source-Kultur überzeugt war. Ab dem Zeitpunkt – der noch vor dem Kauf von Ximian und SUSE war – sei dann aber alles glatt gelaufen.

Versprechen halten

Dieses Commitment gegenüber dem Open Source Gedanken versuche man auch durch die Öffnung bisher propietärer Produkte – wie iFolder und YAST – zu beweisen. Im Moment werde auch gerade geprüft, ob Teile des Exchange-Pendants Groupwise unter eine Open Source Lizenz gestellt werden sollen, so Stone weiter. (apo aus Salt Lake City)

  • Die treibende Kraft hinter Novells neuer Linux-Ausrichtung: Vize-Vorsitzender Chris Stone
    foto: novell

    Die treibende Kraft hinter Novells neuer Linux-Ausrichtung: Vize-Vorsitzender Chris Stone

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