Mobilkom Austria verkauft UMTS-Frequenzblock an T-Mobile Austria

16. April 2004, 10:21
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Hutchison geht leer aus - Nemsic: Stabile Ausgangslage für UMTS wichtig

Die Mobilkom Austria, die per Jahresende 2003 die zwei österreichischen Frequenzpakete für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS der spanischen Telefonica übernommen hat, verkauft einen Frequenzblock davon an T-Mobile Austria weiter. Der Deal soll kommenden Dienstag finalisiert werden. Der auch in Österreich tätige UMTS-Betreiber Hutchison ("Drei"), der sein Interessent am Frequenzblock zuletzt mehrmals betont hatte, geht damit leer aus.

Regulatorische Auflage erfüllt

Mit der Abgabe eines der beiden Frequenzblocks erfüllt die Mobilkom, die derzeit vier UMTS-Frequenzpakete mit 19,8 Megahertz (MHz) hält, eine entsprechende regulatorische Auflage. Demnach musste die Mobilkom eines dieser Frequenzpakete bis spätestens Ende Jänner 2005 wieder abgeben, sonst wäre es unentgeltlich und automatisch Ende Jänner 2005 an die Republik Österreich zurückgefallen. Die zusätzlichen Frequenzblöcke dienen den beiden Betreibern zu Kapazitätserweiterung.

117 Mio. Euro

Im Zuge des Totalrückzugs der spanischen Telefonica aus Österreich hatte die Mobilkom Ende Dezember 2003 nicht nur die Nutzungsrechte für die 9,8 MHz-UTMS-Lizenz der Telefonica, sondern die gesamte Telefonica-Tochter 3G Mobile Telecommunications GmbH übernommen. Telefonica hatte im November 2000 die österreichische UMTS-Lizenz um 117 Mio. Euro ersteigert. Beim Verkauf an die Mobilkom war die Lizenz Brancheninformationen zufolge nur noch etwa knapp 15 Prozent bzw. rund 17 Mio. Euro wert.

Nemsic: Stabile Ausgangslage für UMTS wichtig

Für einen künftig prosperierenden Mobilfunkmarkt sei es wichtig, eine stabile Ausgangslage zu haben, kommentierte Mobilkom-Chef Boris Nemsic den Verkauf eines UMTS-Frequenzpakets der Mobilkom an T-Mobile Austria. Man freue sich über den schnellen erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit potenziellen Käufern.

Die Mobilkom habe mit dem UMTS-Frequenzverkauf an T-Mobile als erster europäischer Betreiber die Möglichkeiten des durch neue EU-Richtlinien und Telekomgesetze erlaubten Frequenzhandels genützt.(APA)

  • Mobilkom-Chef Boris Nemsic

    Mobilkom-Chef Boris Nemsic

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