Palfinger: Wachsende Gewinne 2004

1. April 2004, 16:16
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Wenn Konjunktur nicht schlechter wird - Rekordumsatz 2003, Ergebnis blieb aber deutlich hinter 2001 zurück

Wien - Der Salzburger Kranhersteller Palfinger erwartet für heuer eine "signifikante" Steigerung des Umsatzes und ein besseres Ergebnis, wenn das konjunkturelle Umfeld wenigstens konstant bleibt. Dies sagte der neue Vorstandschef des börsenotierten Unternehmens, Wolfgang Anzengruber, bei der Bilanzpressekonferenz am Freitag in Wien. Der Auftragseingang habe sich seit Ende des vergangenen Jahres deutlich belebt und liege heute um 20 bis 30 Prozent höher als zum Vergleichszeitpunkt 2003.

Wegen der soeben erfolgenden Umstellung des Unternehmens auf SAP ist in den ersten beiden Monaten die Produktion gedrosselt worden. Zusammen mit einer schlechteren Verfügbarkeit von Vormaterial (Stahl) werde dies dazu führen, dass das für das Gesamtjahr erwartete Wachstum im ersten Quartal noch nicht bemerkbar sei, hieß es.

Umsatz gestiegen

Der Palfinger-Umsatz ist 2003 nach endgültigen Zahlen um 9 Prozent auf 334 (306,5) Mio. Euro gestiegen, das operative Ergebnis (Ebit) legte etwas stärker auf 25,7 (23,4) Mio. Euro zu. Das Konzernergebnis steigerte sich um knapp 16 Prozent auf 15,3 (13,2) Mio. Euro. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr zwar eine Rekordmarke, beim Betriebsergebnis blieb Palfinger aber noch deutlich hinter den Rekordjahren 2002 und 2000 zurück.

Das neue Standortnutzungskonzept, das unter anderem die gänzliche Verlagerung der Zylinderproduktion nach Bulgarien beinhaltet, wird heuer weitergehen und soll zu höheren Gewinnen beitragen. Im bulgarischen Tevno sind derzeit rund 100 Mitarbeiter mit der Zylinderproduktion beschäftigt, bis Jahresende könnten es 200 sein. Trotz dieses Abzugs der Wertschöpfung aus Österreich seien wegen der guten Auftragssituation und des Ausbaus des Schulungsbereichs auch in Salzburg eher Jobs dazugekommen, sagten die Manager. Palfinger beschäftigt derzeit weltweit etwa 2.300 Mitarbeiter, etwa 800 davon in Österreich.

Dividende bleibt gleich

Der Hauptversammlung wird für 2003 die Zahlung einer gleich bleibenden Dividende von 60 Cent pro Aktie vorgeschlagen, teilte der Vorstand mit. Auf dem Weg der Besserung soll sich die französische Tochter Guima (Hakengeräte) befinden. Das Werk in Guima, das im vergangenen Jahr das Ergebnis mit rund 3 Mio. Euro belastet hat, soll heuer wieder ein operativ positives Ergebnis abliefern.

Erweiterungsakquisitionen seien keine in Planung, sagte Anzengruber, der im vergangenen Jahr aus dem Vorstand der Salzburg AG zu Palfinger geholt wurde. Überlegt wird freilich eine verstärkte Montage für den nordamerikanischen Markt, auch Südamerika sei interessant. In China "versäumen wir im Moment nichts". Die von Palfinger angebotenen Produkte seien für noch zu wenige chinesische Kunden interessant, meinte Vertriebsvorstand Wolfgang Pilz.(APA)

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