Schweizer Studie: Kein Antisemitismus in Medien

2. April 2004, 14:37
posten

Umgang mit Moslems problematischer

Offensichtlicher Antisemitismus sei aus der Schweizer Berichterstattung nicht herauszulesen, zu diesem Schluss kommt eine vom Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft der Uni Zürich verfasste Studie. Aus dem positiven Befund ausdrücklich ausgeklammert seien aber im Kontext des Nahost-Konfliktes vorgenommene problematische Typisierungen.

Obwohl die Medien zwischen verschiedenen Kategorien von Akteuren differenzierten, erfolgten häufig fragwürdige Zuschreibungen an das Kollektiv wie "die Juden" oder "die Muslime". Opfer grober Verallgemeinerungen sind gemäß der Studie aber weniger die Juden, sondern die Muslime, die in undifferenzierter Weise als "Täter, Aggressoren und Verursacher von Konflikten" gezeichnet würden.

Dominierende Stereotypen bezeichneten die Muslime als "unaufgeklärt" oder "demokratiefeindlich". Solche Negativ- Stereotypen führten zur Marginalisierung, befürchten die Verfasser der Studie. Diese habe deshalb durchaus die Funktion eines "Frühwarnsystems". (APA/sda)

Share if you care.