Denzel-Gruppe baut Kunden-Center aus

4. April 2004, 19:13
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Größtes europäisches Mehrmarken-Autohaus fertig gestellt - Neues Verkaufszentrum für Ford-Luxusmarken

Wien - Der Denzel-Konzern, mit einem Jahresabsatz von 30.000 Autos eines der größten Autohäuser des Landes, hat am Donnerstag eine weitere Ausbaustufe seines Kundencenters in Wien-Erdberg eröffnet. Auf 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche werden im neu eröffneten Gebäude Marken der Ford-Premiumlinie (Volvo, Land Rover, Jaguar) angeboten. Das gesamte Denzel-Gelände, das nun 55.000 Quadratmeter umfasst, ist der nach Eigenangaben größte Mehrmarken-Standort in Europa.

Die Denzel-Gruppe, die neben den Marken des Fiat-Konzerns und BMW u.a. auch Mitsubishi und Hyundai vertreibt, hat Jaguar und Land Rover bisher nur im Tiroler Joint Venture Denzel-Unterberger angeboten, Volvo wird schon seit langer Zeit verkauft. Im neuen Denzel-Kundencenter - insgesamt wurden in Erdberg 30 Mio. Euro investiert -, sind heute 13 Marken im Angebot.

Mehrmarkenvertrieb

2003 hat die Denzel-Gruppe mit etwa 1.600 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 575 Mio. Euro gemacht. Dies entspricht auf vergleichbarer Basis einem moderaten Wachstum von etwa drei Prozent (2003 hatte Denzel seine Leasingtochter Leasfinanz an die BA-CA verkauft). Der Konzern betreibt heute österreichweit 13 Kundencenter, auch Carsharing ("Denzeldrive") und die Reparaturkette Fastbox gehören dazu.

Die Zukunft des Autohandels gehört dem Mehrmarkenvertrieb, sagte Denzel-Vorstandschef Günter Sieber bei der Eröffnung des Bauabschnitts am Donnerstag. "Die Größe ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, sich im immer stärkeren Wettbewerb behaupten zu können."

Marktbereinigungen

Nach der Liberalisierung des Automarktes durch die EU wird es in den nächsten vier Jahren eine gewaltige Marktbereinigungen und Zusammenschlüsse im österreichischen Autohandel geben, meinte Sieber: "Wir rechnen damit, dass in den nächsten Jahren 25 bis 30 Prozent der österreichischen Autohändler nicht mehr in der Form tätig sind wie heute." Die österreichische Versorgungsdichte liege an der Europa-Spitze, das durchschnittliche heimische Autohaus setze heute aber nicht mehr 100 Autos pro Jahr ab.

Der bei der Denzel-Eröffnung anwesende Europa-Chef von Jaguar und Land Rover, Reinhard Künstler, sagte, Denzel sei wegen seiner Premiumstrategie und seiner Stärke auch im Flottengeschäft einer jener starken regionalen Vertriebspartner, die die "Premiere Automotive Group" (PAG) des Ford-Konzerns brauche. Nicht übernommen hat Denzel die ebenfalls zur Ford-Luxussparte zählende Marke Aston Martin.

Keine weitere Verbreiterung des Markenportfolios

Eine weitere Verbreiterung des Markenportfolios werde es "aus heutiger Sicht eher nicht" geben, Volumensmarken kämen ohnedies nicht in Frage, sagte Denzel-Chef Sieber. Ausbaupläne gibt es dagegen für Salzburg und Graz, wo neue Volvo-Servicestandorte eröffnet werden. Nach dem nächsten EU-Liberalisierungsschritt 2005 sei dort ein Einstieg in den Handel ein "logischer Schritt". Im Immobilienbereich - Denzel baut auch das neue Bürogebäude für die APA - Austria Presse Agentur im 6. Wiener Gemeindebezirk - wird ein weiteres Projekt in Innsbruck ins Auge gefasst. Dort wird auf nicht mehr benötigten Gründen ein 10.000 Quadratmeter großes Gebäude entwickelt.(APA)

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Denzel

  • Im neuen
Denzel-Kundencenter - insgesamt wurden in Erdberg 30 Millionen Euro
investiert -, sind heute 13 Marken im Angebot.
    foto: denzel

    Im neuen Denzel-Kundencenter - insgesamt wurden in Erdberg 30 Millionen Euro investiert -, sind heute 13 Marken im Angebot.

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