Methodik der Media-Analyse

23. März 2006, 10:32
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Die Printmedienforschung in Österreich greift auf zwei wesentliche Instrumente zurück: die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) und die Media-Analyse (MA). Während die ÖAK den Bestand der verbreiteten und verkauften Exemplare zählt, ermittelt die MA anhand von Interviews die Leserzahlen und Reichweiten eines Medium. Bei der Interpretation der MA-Ergebnisse müssen daher immer so genannte Schwankungsbreiten, also eine bestimmte statistische Fehlerspanne, berücksichtigt werden.

Die in der MA ausgewiesenen Reichweiten repräsentieren denn auch jeweils "den Wert mit der größten Wahrscheinlichkeit", wird in den methodischen Erläuterungen des Vereins Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen betont. Dies gilt auch beim Vergleich von aktuellen Reichweitendaten mit früheren Ergebnissen: Abweichungen nach oben oder unten können innerhalb der Schwankungsbreiten liegen. Deutlich erkennbar sind sie erst, wenn eine so genannte "statistische Signifikanz" vorliegt. Diese wird anhand eine höchst komplexen Formel berechnet und liegt erst dann vor, wenn als Ergebnis dieser Kalkulation ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird.

Für das Jahr 2003 weist der MA-Verein selbst aber keine signifikanten Veränderungen aus. Denn im Vorjahr wurde der Fragebogen mit der Aufnahme neuer Fragen und der Änderung bestehender Formulierungen verändert. "Da Einflüsse einer veränderten Fragebogengestaltung auf die Untersuchungsergebnisse nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden können, sind die Werte des vorliegenden Berichtes nicht mit jenen aus Vorjahren vergleichbar", heißt es dazu in den Presseunterlagen. (APA)

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