Der neue Gartenkomfort

5. April 2004, 17:09
posten

Rasenmähen wird in Zukunft Robotersache sein. Die aktuellsten Ideen für Technik und Design der vollautomatischen Rasenpfleger präsentierten italienische Studenten auf der Messe Eima in Bologna.

„Eine Schafherde auf der Weide war das Vorbild für meinen Entwurf. Die bewegen sich ja auch in Gruppen“, berichtet Designerin Sara Foschi vom römischen Institut für Industriedesign (I.S.I.A.). Der von ihr entworfene Mähroboter namens „Trilobyte“ ist einer der Modelle junger DesignstudentInnen, die vor kurzem auf der Gartenmesse Eima in Bologna präsentiert wurden. Er macht Rasenmähen zur Fingerübung. Einfach auf einem Palm die „Mähroute“ einzeichnen und den Startzeitpunkt programmieren. Der Rest funktioniert von selbst. Zum vorbestimmten Zeitpunkt flitzt der kugelige Rasenkürzer auf Luftkissen durch die Gegend. Drei Mähwerke kürzen unabhängig voneinander das Gras.

Wellenförmige Rasen

Noch radikaler im Design präsentiert sich Mähkollege Edoardo eines anderen Teams. „Was gehört in den Garten? Insekten!“, meint Carla Sabia, setzte ihrem Mähautomaten Fühler auf wie einem Käfer und gab ihm eine Insektenform. Die bewegliche Hinterachse bestimmt die Schnittlänge. Edoardo kann als Zusatzservice auch wellenförmige Rasenflächen erzeugen, ganz nach Geschmack. Kunstvolle Muster schafft der Gartenfan mit dem Scorpio-Y. Die Nachbarn werden beginnen, an Aliens zu glauben.

Die Zukunft gehört Robotern, die mulchen, wie beispielsweise dem Typ RL 500 von Roth Motorgeräte (Marke „Toro“), der mit drei Mulchmessern ausgestattet ist. Damit er weiß, wo er zu Hause ist, muss vorher ein äußerer Begrenzungsdraht gespannt werden. Mit vollem Akku läuft er bis zu zwei Stunden und schafft 250 Quadratmeter Rasenfläche.

Gartenstaubsauger

Ein anderes Gerät, das von den Studenten entworfen wurde, will ein professioneller Hersteller zur Serienreife bringen. Der Garten- und Straßenstaubsauger Greenbuster ist ein Leichtgewicht und besitzt unterschiedlichen Behälter für die Mülltrennung.

Auch bei der Bekleidung für die Gartenarbeit setzen Designer auf intelligente Hightech. Designstudentin Nadia Battista entwickelte mit Mino eine komplette Gartenarbeitsbekleidung: „Was auf den ersten Blick wie eine Bauchtasche aussieht, bietet Schutz für den ganzen Körper“, betont sie. Ein dünner, widerstandsfähiger Stoff bedeckt den Oberkörper und schont damit Körper oder Kleidung. Beim Arbeiten am Boden wird eine Schürze ausgerollt, auf der man knien kann. (hi!tech, Ausgabe 1/2004)

  • Artikelbild
  • Edoardo kann als Zusatzservice auch wellenförmige Rasenflächen erzeugen.

    Edoardo kann als Zusatzservice auch wellenförmige Rasenflächen erzeugen.

  • Gartenstaubsauger mit Mülltrennung.

    Gartenstaubsauger mit Mülltrennung.

  • Trilobyte arbeitet selbstständig mit drei Mähwerken die auf einem Palm eingegebene Route ab.

    Trilobyte arbeitet selbstständig mit drei Mähwerken die auf einem Palm eingegebene Route ab.

  • Gartenschürze mit Taschen für Scheren, Rechen, Schaufeln … und das Handy.

    Gartenschürze mit Taschen für Scheren, Rechen, Schaufeln … und das Handy.

Share if you care.