Würziges Umsatzplus für Kotanyi

1. April 2004, 16:16
2 Postings

40 Prozent davon aus Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa - Heuer noch Markteintritt in Litauen, Mazedonien und Montenegro

Wien - Der österreichische Gewürzespezialist Kotanyi hat im Geschäftsjahr 2003 das Geschäftsvolumen deutlich gesteigert: Der Umsatz kletterte um gut 6 Prozent von 73,4 auf 78 Mio. Euro, teilte Kotanyi am Mittwochabend mit. Der Grund dafür liegt in Mittel- und Osteuropa (CEE), wo mit 32 Mio Euro mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes von Tochtergesellschaften erwirtschaftet wurden. 2002 erzielten die Töchter einen Umsatz von 31 Millionen Euro. Zum Gewinn machte das Familienunternehmen im niederösterreichischen Wolkersdorf keine Angaben.

"Wir sind mit der Geschäftsentwicklung und insbesondere mit dem Marktwachstum des abgelaufenen Jahres zufrieden", erklärte Eigentümer Erwin Kotanyi. Für 2004 erwartet er eine weitere Steigerung des Umsatzes um etwa 10 Prozent auf 85,5 Millionen Euro.

Präsenz im Osten ausbauen

Das bisher in 12 CEE-Ländern vertretene Familienunternehmen mit weltweit rund 400 Mitarbeitern will seine Präsenz im Osten heuer weiter ausbauen. Noch in der ersten Jahreshälfte 2004 sollen Markteintritte in Litauen und Mazedonien erfolgen, im zweiten Halbjahr folgt Montenegro. Gemeinsam mit Deutschland und Oberitalien ist der österreichische Gewürzhersteller damit dann insgesamt in 18 Ländern europaweit am Markt vertreten.

Auf die bevorstehende EU-Osterweiterung sieht sich Kotanyi gut vorbereitet: "Wir sehen dem Beitritt der neuen Länder absolut positiv entgegen, bedeutet er doch für uns künftig eine Erleichterung unserer Geschäftstätigkeit", so Kotányi.

Innovationen und Neuheiten

Im Jahr 2004 setzt der Gewürzhersteller auch auf Innovationen und Neuheiten im Produktbereich. Demnächst kommt eine Asia-Linie mit neun Gewürzen und Gewürzmischungen auf den Markt, "von geschnittenem Zitronengras und gemahlenem Ingwer bis zu Mix-Sorten wie Koriander & Lime". Die im Herbst 2003 eingeführte Gewürzmühle konnte ihre Umsätze in kurzer Zeit verdreifachen. Für 2004 erwartet Kotányi eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Die neue Gewürzmühle wird heuer auch europaweit eingeführt werden. Geplant ist auch ein europaweiter Verpackungsrelaunch. Ein "ausgeklügeltes Farb- und ein übersichtliches Blockschlichtsystem" sollen die Auffindbarkeit im Regal erleichtern.

Das österreichische Familienunternehmen, das seit 1981 in vierter Generation von Erwin Kotányi geleitet wird, ist nach eigenen Angaben heute im Gewürzbereich die Nummer Eins in Zentral- und Osteuropa. Die Firma verarbeitet jährlich rund 8.000 Tonnen Rohwaren zu rund 200 Sorten Gewürzen, Kräutern und Gewürzmischungen. Etwa 80 Prozent davon werden im Lebensmittel-Einzelhandel verkauft.(APA)

Link

Kotanyi

  • Das bisher in 12 CEE-Ländern vertretene Familienunternehmen mit
weltweit rund 400 Mitarbeitern will seine Präsenz im Osten heuer
weiter ausbauen
    foto: derstandard.at

    Das bisher in 12 CEE-Ländern vertretene Familienunternehmen mit weltweit rund 400 Mitarbeitern will seine Präsenz im Osten heuer weiter ausbauen

Share if you care.