Locken locken

9. Juni 2004, 14:24
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Wellen, Krausen und sanfte Rundungen geben den neuen Ton in Sachen Haar an

Wer seine Frisur modisch liebt, klaubt jetzt die Lockenwickler aus dem Kasten: Im Frühjahr und Sommer geben Wellen und sanft geschnittene Rundungen den Haar-Ton an. Die geraden, geometrischen und minimalistischen Looks verabschieden sich, stattdessen bricht eine "kurvenreiche" Ära an, die für Femininität und Glamour stehen soll.

"Von der Antike bis in die frühen fünfziger Jahre drehte sich beim klassischen Beauty-Ideal alles um das Thema Rundungen: Körper und Kleidung, Haarschnitt und Inneneinrichtung - Spiralen, Drapierungen, Wickler und Wellen", sagt Robert Lobetta, Creative Director von Sebastian International. Seine aktuelle Frisurenkollektion greift das auf und wurde von den vierziger und fünfziger Jahren, von Marilyn Monroe und Veronica Lake inspiriert. "Im Gegensatz zu den Haarschnitten der früheren Leinwandgöttinnen sind die Frisuren heute aber lockerer, ein bisschen unordentlicher und sanfter im Griff", so Lobetta.

Auch bei Jacques Dessange wird mit Locken gelockt. Dessange Autriche-Chef Rudolf Meidl empfiehlt zwei Wellen-Längen: "Fließend wie ein Wasserfall oder kräftig wie eine Löwenmähne." Für die erste Variante mit sehr große Locken rollt er das Haar auf Wickler und formt es mit den Fingern zu einem runden Volumen. Die starken, fast schon gekrausten Locken für das wilde Styling entstehen, indem man jeweils ganz dünne Strähnen mit dem Lockeneisen eindreht.

"Nach Jahren des Diktats zum glatten Haar setzt sich gewelltes, gelocktes, strukturiertes Haar durch", bestätigt Trendcoiffeur Michael Danler. Der seit kurzem wieder beliebte lange Pony "wird uns zumindest noch bis in den Herbst begleiten". "Kultivierte Wildheit" propagieren Kastor & Pollux Friseure Wien: Auch Hans Majer und sein Team haben das Zeitrad zurück gedreht und orientieren sich an den Siebzigern mit Referenzen an Glamrock und Punk.

Viel Volumen in vollen Locken braucht festen Halt. Den verleiht Haarspray. Wer glaubt, er braucht nur auf den Sprühknopf zu drücken, irrt: Friseure unterscheiden eine Reihe von Sprühtechniken. Direktes Sprayen aus zwölf bis 17 cm Entfernung sorgt für Stand und Halt, der Styling Spray (20 bis 25 cm) fixiert Locken, fokussiertes Sprayen (30 bis 40 cm) bietet maximale Festigkeit für Pagenfrisuren und Ponys. Diffuses Sprayen (37 bis 45 cm) erzeugt einen "Sprühnebel" und ist ideal, um den fertigen Look zu fixieren. Damit nicht zu viel des Produkts auf einer Stelle landet, sollte man mit kreisenden Bewegungen sprayen. (APA/red)

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