"Ziel verfehlt, zurück an den Start"

22. April 2004, 20:46
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SPÖ-Abgeordnete Binder sieht in Frauenpolitik der Regierung "fatale Folgen" für Pensionen

Wien - Wesentliche Kritikpunkte zweier Studien würden aufzeigen, dass Frauen wieder länger aus dem Erwerbsleben aussteigen müssten, was "fatale Folgen für die kommenden Pensionen" haben werde, dass es an finanziellen Mitteln zum Ausbau von flächendeckenden und qualitätsorientierten Kinderbetreuungsplätzen fehle und dass sich Väter wieder zurückziehen würden, kritisierte SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder am Mittwoch im Nationalrat. Zudem bedauere sie es, dass die beiden Anträge zur Verbesserung des Kinderbetreuungsgeldes und zur Einführung des Vaterschutzmonats zurückgestellt wurden.

Kindergeld

Im Zusammenhang mit dem Kinderbetreuungsgeld stellte Binder klar, dass "Rückforderungen" immer problematisch seien. "Es wird das nächste Chaos auf uns zukommen" konstatierte sie. Zudem müssten die starren Zuverdienstgrenzen beim Kinderbetreuungsgeld aufgehoben werden, da Frauen dadurch auf "unüberwindbare Hürden" stoßen würden.

Vaterschaftsmonat

Bezüglich des Vaterschutzmonats würden folgende Argumente dafür sprechen, so Binder: Die Kinder bräuchten ihre Väter, für Mütter würde es eine Entlastung darstellen und UnternehmerInnen würden von zufriedenen MitarbeiterInnen profitieren. Weiters plädierte die Abgeordnete für den Ausbau flächendeckender Kinderbetreuungseinrichtungen, wo qualifiziertes Personal auf die Bedürfnisse der Kinder auch eingehen könne. "Kinder können davon nur profitieren."(red)

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    Studien belegen, dass Frauen zur Kinderbetreuung wieder länger aus dem Erwerbsleben aussteigen ... mit Folgen.
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