Topfrauen in der Forschung gesucht

22. April 2004, 19:53
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Neuer Förderpreis "FemPower" soll "anschieben"

Wien - Österreich hinkt hinten nach: Liegt im EU-Schnitt der Frauenanteil in der betrieblichen Forschung bei 14,9 Prozent - so sind es hierzulande lediglich neun Prozent. Das ist das Schlusslicht in der EU. Ein neuer Förderwettbewerb der Stadt Wien soll ein wenig gegensteuern: Zwei Millionen Euro liegen für den "Call FemPower Vienna 2004" bereit - pro Projekt und Teilnehmerin beträgt die maximale Fördersumme 500.000 Euro.

Eingereicht werden können technologisch innovative Forschungsprojekte, sofern eine Frau wissenschaftliche Projektleiterin ist, ein maßgeblicher Teil der wissenschaftlichen Arbeiten von Frauen durchgeführt wird oder mindestens eine weibliche wissenschaftliche Projektmitarbeiterin neu beschäftigt wird, wie Frauenstadträtin Renate Brauner und Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder am Dienstag erläuterten.

Den Juryvorsitz hat Renée Schroeder übernommen - sie war 2002 "Forscherin des Jahres". "Selbst wenn nicht viele einreichen - wenn ein paar Hundert Frauen Projekte überlegen und Partnerinnen suchen, kommt ein Prozess in Gang", betont sie. "Denn wenn man Frauen einen Vorwurf machen kann, dann den, dass sie zu wenig Mut haben." (frei/DER STANDARD, Printausgabe 24.03.2004)

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