Radio Maria erhielt Rundfunklizenz in Baden

6. April 2004, 19:29
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Medienbehörde: Macht bestehenden Radios als nicht kommerzieller Sender keine Konkurrenz - "Besonderer Beitrag zur Meinungsvielfalt" zu erwarten

Der katholische Spartensender Radio Maria hat das Rennen um die Badener Privatradiolizenz für sich entschieden. Die Frequenz 93,4 wurde dem von Katholiken getragenen Projekt zugesprochen, wie die Medienbehörde KommAustria auf ihrer Homepage mitteilt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

"Spendenorientiertes, nicht kommerzielles Radio"

Die KommAustria hebt in ihrem Bescheid hervor, dass der Verein "Österreichische Christliche Mediengesellschaft - Verein zur Förderung wertorientierter Lebenskultur" bereits seit Jahren im Versorgungsgebiet Waidhofen/Ybbs ein "spendenorientiertes, nicht kommerzielles Radio" betreibe. Am Badener Werbemarkt stehe das Projekt daher "nicht mit den bereits einstrahlenden Programmveranstaltern in Konkurrenz". Angesichts des bereits bestehenden Angebotes für die Radiohörerschaft erscheine es gerechtfertigt, die Lizenz einem Spartensender zu erteilen. Von Radio Maria sei "ein besonderer Beitrag zur Meinungsvielfalt" zu erwarten, so die Behörde.

Acht Bewerber

Insgesamt gab es acht Bewerber für die Lizenz. Das Verfahren hatte in Branchenkreisen für Spannung gesorgt, da mit der Frequenz je nach Senderstandort theoretisch auch Wien als Versorgungsgebiet denkbar gewesen wäre. Die Zulassung lautet nun auf das Versorgungsgebiet "Bezirk Baden samt angrenzenden Gemeinden". Rechtskräftig ist die Lizenz erst, wenn es innerhalb von zwei Wochen nach der Zustellung des Bescheides keine Einsprüche der Mitbewerber gibt. Wird Berufung eingelegt, geht das Verfahren zum Bundeskommunikationssenat. (APA)

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