Investmentfonds mit 5,5 Prozent Performance

22. Februar 2005, 20:11
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Nettomittelzuflüsse profitierten 2003 vor allem von Kursgewinnen - Veranlagtes Vermögen bei 97 Milliarden - Mit Infografik

Wien - Die österreichischen Investmentfonds (Publikums- und Spezialfonds) erzielten im Jahr 2003 eine kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance von plus 5,5 Prozent, geht aus einer Pressemitteilung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) von Montag hervor. Im Jahr 2002 gab es eine negative Performance von 4,5 Prozent. Das netto - ohne Fonds-in-Fonds-Veranlagungen im Inland - veranlagte Vermögen erhöhte sich vor allem auf Grund der höheren Kursgewinne um 7,8 Prozent oder 7,06 Mrd. Euro auf 97,1 Mrd. Euro. Die Neuveranlagung hat sich dagegen deutlich reduziert.

Mittelzufluss halbiert

Der Nettomittelzufluss hat sich gegenüber 2002 mit einem Rückgang von 10,64 Mrd. Euro auf 4,36 Mrd. Euro mehr als halbiert. "Moderat" investiert worden sei sowohl in Publikumsfonds mit 3,85 Mrd. Euro, als auch in Spezialfonds mit 0,51 Mrd. Euro. In Publikumsfonds wurden 2003 im Quartalsdurchschnitt trotz des besseren Börsejahrs nur 0,96 Mrd. Euro veranlagt, 2002 waren es dagegen noch 1,42 Mrd. Euro. Zudem waren die Neuveranlagungen bei den Investmentfonds mit einem Plus von 4,8 Prozent "praktisch gleich hoch" wie der Anstieg bei den Primäreinlagen, heißt es in der heutigen OeNB-Mitteilung weiter.

2003 wurde wieder Kursgewinne von 5,89 Mrd. Euro erwirtschaftet, nach Kursverlusten von 4,28 Mrd. Euro 2002. Nach Kursverlusten von 0,73 Mrd. Euro im ersten Quartal bescherte das freundlichere Börsenklima ab dem zweiten Quartal Kursgewinne. Die Ausschüttungen blieben bei 3,19 (3,10) Mrd. Euro stabil.

Gesamtvermögen von 111 Milliarden Euro

Inklusive der Fonds in Fonds-Veranlagungen belief sich der Vermögensbestand der 24 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (KAG) mit 1.893 aufgelegten Investmentfonds auf 111,0 (102,7) Mrd. Euro. Die Anzahl der österreichischen Anbieter erhöhte sich im vierten Quartal 2003 um zwei Gesellschaften, die C-Quadrat KAG und die BA-CA Real Invest Immobilien-Kapitalanlage GmbH.

Die kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance (Saldo aus Kursgewinnen und -verlusten/durchschnittlich gebundenes Kapital kapitalgewichtet entsprechend den betrachteten Fondskategorien) lag im Vorjahr bei 5,5 Prozent. Aktienfonds konnten dabei ein Plus von 12,3 Prozent verzeichnen, nach einem Minus von 34,4 Prozent. Mischfonds erzielten eine positive Performance von 6,5 Prozent, nach minus 6,0 Prozent. Rentenfonds kamen 2003 auf einen durchschnittlichen Kursgewinn von 3,4 Prozent (7,2 Prozent) und Geldmarktfonds von 2,5 Prozent (4,1 Prozent).

Vor allem im Ausland investiert

Investiert wurde vor allem im Ausland. Der Vermögenszuwachs wurde laut Nationalbank-Statistik nahezu zur Gänze von Veranlagungen in ausländische Titel getragen. So verzeichneten die ausländischen Rentenwerte einen Anstieg von 5,75 Mrd. Euro oder 13,3 Prozent, während die inländischen Rentenwert um 3,11 Mrd. Euro oder 13,8 Prozent abnahmen. Ausländische Aktien- und Beteiligungspapiere legten um 2,06 Mrd. Euro zu, inländische dagegen nur um 0,22 Mrd. Euro. Rund 72 Prozent des Fondskapitals waren per Ende 2003 im Ausland veranlagt, nach 68 Prozent 2002. Dabei dominierte die Euro-Zone (ohne Österreich) mit 46,9 Prozent.

Im vierten Quartal sei sehr vorsichtig agiert worden, beim Vermögensaufbau dominierte der Aufbau von Bankguthaben (1,53 Mrd. Euro), während die Bestände an Aktien- und Beteiligungspapieren trotz guter Börsensituation nur um 0,65 Mrd. Euro zulegten.

Das Vermögen war Ende 2003 zu 70,4 Prozent in Rentenwerte veranlagt. 17,2 Prozent entfielen auf Aktien- und Beteiligungspapiere, 7,5 Prozent auf sonstige Vermögensanlagen und 4,9 Prozent auf Investmentzertifikate. (APA)

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