OPEC-Ölpreis steuert 33 Dollar an

7. April 2004, 14:09
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Notierung für Schwarzes Gold bleibt vor Ölministertreffen auf Ein-Jahres-Hoch

Hamburg/Wien - Die Angst vor einer Ölknappheit, Terrorsorgen und steigende Nachfrage treiben den Rohölpreis immer höher: Ein Barrel (159 Liter) Öl der OPEC-Länder kostete vergangene Woche im Schnitt 32,56 Dollar (26,38 Euro) - um 0,31 Dollar mehr als in der Woche davor (32,25 Dollar) -, wie die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) am Montag in Wien mitteilte.

Am Freitag stand der Preis schon bei 33,01 Dollar (26,74 Euro). Und erstmals seit Beginn des Irak-Kriegs vor einem Jahr überstieg der OPEC-Korbpreis kurzfristig die 33-Dollar-Marke.

Irak-Öl bleibt aus

Als Grund gelten neben den vergleichsweise niedrigen weltweiten Lagerbeständen an Rohöl und spekulativen Käufe auf den Weltmärkten die labile Lage in Venezuela und die weiterhin ausbleibenden Ölexporte des Irak. Die erwartete Rückkehr des Irak auf den Weltmarkt galt den OPEC-Ministern aber als Begründung für Produktionseinschränkungen.

Die OPEC hatte Anfang Februar beschlossen, die Förderquote in zwei Schritten bis zum 1. April um 2,5 Mio. Barrel am Tag zu senken, was auf eine Drosselung von rund zehn Prozent hinausläuft. Marktbeobachter schließen nicht aus, dass ein Teil der hohen Ölpreise auf Käufe von Spekulanten zurückzuführen ist.

Hoher Ölpreis angestrebt?

In der Branche wird außerdem gemunkelt, dass den OPEC-Staaten angesichts des schwächelnden US-Dollar ein hoher Ölpreis nur recht ist. Es gilt als möglich, dass bei den Beratungen der OPEC-Minister am 31. März in Wien auch über eine Umstellung der Ölpreis-Berechnung vom Dollar auf den Euro beraten wird.

Im Februar betrug der Durchschnittspreis 29,56 Dollar, im Gesamtjahr 2003 lag er im Schnitt bei 28,10 Dollar nach 24,36 Dollar im Jahr 2002. Die OPEC ermittelt den Durchschnittspreis aus sieben verschiedenen Sorten der Mitgliedsländer. (APA/AP/dpa)

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