Agfa befürchtet keinen Umsatzverlust durch Digitalfotos

2. April 2004, 10:52
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Klassische Fotos bis zu 70 Prozent billiger als Farbdrucke

Der deutsch-belgische Fotokonzern Agfa-Gevaert befürchtet in Deutschland keinen Einbruch im Geschäft mit Papierbildern durch die starke Zunahme von Digitalkameras. Der Umsatzrückgang bei der analogen Fotografie werde durch das große Potenzial digitaler Fotos aufgefangen, sagte Agfa-Marketingmanager Holger May am Freitag auf der Computermesse CeBIT in Hannover.

Bis zu 70 Prozent billiger

Der Anteil der aus digitaler Quelle ausbelichteten Fotos werde von derzeit zwei bis 2007 auf voraussichtlich 18 Prozent ansteigen. Im vergangenen Jahr seien 4,8 Mio. digitale Fotoapparate und damit doppelt so viele verkauft worden wie 2002. Nach Agfa-Angaben ist die Ausbelichtung von digitalen Fotos auf Fotopapier um bis zu 70 Prozent billiger als Ausdrucke auf einem Tintenstrahldrucker.

Dauerhaft teurer

Digitalfotografen machen nach Mays Worten etwa dreimal so viele Fotos wie Fotografen, die noch analoge Filme einsetzen. Mittelfristig sei damit zu rechnen, dass jedes vierte digitale Foto auf Papier ausbelichtet werde. Die Branche rechne dennoch mit einem dauerhaft höheren Preisniveau bei der Ausbelichtung von Digitalfotos im Vergleich zu analogen Bildern. Deutliche Wachstumsraten erwartet das Unternehmen auch durch die Verbreitung von Foto-Handys.(APA/AFP)

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