US-Rohölpreis auf 13-Jahres-Hoch

7. April 2004, 14:09
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Starker Rückgang der Benzinbestände als Preistreiber - Nachfrage trotz des kalten Wetters bereits deutlich gestiegen

New York - Der Rohölpreis ist am Mittwoch in New York auf das höchste Niveau seit 13 Jahren gestiegen. Rohöl zur April-Lieferung legte an der Warenterminbörse New York Mercantile Exchange um 70 Cent oder 1,9 Prozent auf 38,18 Dollar (31,16 Euro) je Barrel (knapp 159 Liter) zu. Das war der höchste US-Rohölpreis seit 16. Oktober 1990 als irakische Truppen Kuwait besetzt hatten. Die US-Rohölpreise liegen momentan um rund zehn Prozent höher als im Vormonat.

Auslöser des jüngsten Preisanstiegs war nach Darstellung von Ölhändlern der scharfe Rückgang der amerikanischen Benzinbestände in der vergangenen Berichtswoche um 800.000 Barrels auf nur noch 199,6 Millionen Barrels. Während es in New York noch schneite, sorgten sich die Märkte über unzureichende Benzinvorräte für die Sommerreise-Saison.

Nachfrage deutlich gestiegen

Die Benzin-Nachfrage ist trotz des kalten Wetters bereits deutlich gestiegen. Der Benzinpreis legte am Mittwoch nochmals um 2,8 Prozent zu. Für die amerikanischen Autofahrer, die zum größten Teil große Pkw, Geländewagen, Pickups oder Minivans mit hohem Benzinverbrauch fahren, werden die hohen Benzinpreise langsam schmerzhaft.

Außerdem trug die vor einiger Zeit für April angekündigte Kürzung der OPEC-Ölförderung zu den hohen Rohölpreisen bei. Die massive Ölnachfrage Chinas und anderer asiatischer Hochkonjunktur-Länder ist ebenfalls eine der Ursachen für den starken Ölpreisauftrieb der vergangenen Wochen. (APA/dpa)

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    Angst vor Benzinknappheit in den USA treibt den Rohölpreis in den USA auf den höchsten Stand seit Golfkrieg I

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