Wertfresser: Spesen und Gebühren

7. April 2004, 14:56
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Seit Februar müssen die heimischen Fondsgesellschaften die Total Expense Ratio ausweisen

Wien - Kosten und Spesen sind die größten laufenden Wertfresser der Geldanlage. Sie werden ja ungeachtet des Anlageerfolges abgezogen. Schließlich lebt die Finanzindustrie davon.

Die heimischen Fondsgesellschaften müssen seit Mitte Februar (neues Investmentfondsgesetz) in ihren Prospekten die so genannte Total Expense Ratio (TER) angeben.

Laufenden Kosten besser zu berechnen

Die TER weist alle laufenden Kosten außer den Transaktionskosten im Fonds aus. Das erleichtert für Anleger zumindest, die erwarteten laufenden Kosten zu berechnen. Möglich, dass sich dann die Renditen, über die geredet wird, deutlich relativieren.

Grundsätzlich gilt: Je komplexer die Produkte gestaltet sind, desto höher ist die Kostenlast und desto intransparenter sind die Gebühren. Und: Kapitalgarantien kosten für Anleger mit diesem Sicherheitsbedürfnis Geld und mindern die Chance auf Ertrag.

Vor der Entscheidung für Produkte sollten auf jeden Fall verschiedene Ertragsszenarien abzüglich aller Kosten durchgerechnet werden. (DER STANDARD Printausgabe, 18.03.2004 kbau)

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