"Der Mediator fehlt"

2. April 2004, 21:49
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Der Hausbesorger sei durch nichts ersetzbar - "Uns wäre ein reformiertes Gesetz lieber gewesen", heißt es aus dem Büro des Wohnbaustadtrats

"Uns wäre ein vernünftig reformiertes Gesetz lieber gewesen", heißt es aus dem Büro von Wiens Wohnbaustadtrat Werner Faymann (SP). Vor allem die ständige Präsenz eines Hausbesorgers könne durch keine auch noch so ausgeklügelte Form der Hausbetreuung ersetzt werden: Den Mietern fehle die erste Ansprechperson bei eigenen Problemen oder Streitigkeiten mit den Nachbarn.

"Deshalb landen die Anliegen der Mieter ungefiltert bei der Hausverwaltung, und die dortigen Techniker werden plötzlich zu Mieterbetreuern", so der Sprecher. Deshalb könne man auch "nicht sagen, ob das neue System tatsächlich günstiger kommt". Die Stadt Wien habe nun den Vorschlag gemacht, "Hausbesorger" zu einem Berufsbild zu machen, etwa in Form einer Lehre.

Vielen Gemeindebaubewohnern ginge der Hausbesorger ab, deshalb versuche man durch Sprengel-Zusammenlegung die Agenden von gegangenen Hausbesorgern solchen von Nachbarbauten zuzuteilen.

Gerade der hohe Anteil an allein erziehenden Müttern spreche für die Erhaltung dieses Berufsbildes, heißt es im Rathaus. (lev, DER STANDA%D Printausgabe 12.3.2004)

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