Anteil der Leiharbeiter wächst

1. April 2004, 19:41
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Größte Nachfrage in Wien und Oberösterreich

ersonalleasing entwickelt sich auch in Österreich zum Wachstumsmarkt: Im vergangenen Jahr waren insgesamt 38.491 Leiharbeitskräfte in heimischen Betrieben beschäftigt, dies geht aus der jährlichen Stichtagserhebung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hervor.

Die Zahl der verliehenen Arbeitskräfte ist damit gegenüber 2002 um 23 Prozent gewachsen. Nicht nur die Zahl der "verleasten" Personen, auch die Anzahl der "Überlasser" ist 2003 kräftig angestiegen: Insgesamt 1287 Leasingfirmen teilten sich den Markt - um 200 Firmen mehr als im Jahr davor (Stichtagserhebung per 31. Juli 2003). Mit Abstand größter Anbieter in Österreich ist die Trenkwalder Personaldienste AG, die ihren Umsatz im Vorjahr dank Akquisitionen um 25 Prozent auf rund 200 Mio. Euro steigern konnte.

Industrie, Gewerbe und Handwerk

Am häufigsten griffen Industrieunternehmen, Gewerbe- und Handwerksbetriebe auf Leasingpersonal zurück. Mit 72 Prozent Anteil wurden am häufigsten männliche Arbeiter (insgesamt 27.762) "überlassen". Weibliche Leasingkräfte sind jedoch am Aufholen, 2003 wurden um 1609 mehr Frauen beschäftigt als 2002. Die größte Nachfrage nach Leasingpersonal kam aus Oberösterreich (11.732 Personen / 30 Prozent) und Wien (8862 Personen / 23 Prozent).

Im gesamten Arbeitsmarkt ist der Anteil von Leasingkräften mit 1,3 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten noch relativ gering. Experten erwarten bis zum Jahr 2010 einem Anstieg von rund 15 Prozent. Österreich liegt damit im europäischen Mittelfeld. (DER STANDARD, Printausgabe, 6./7.3.2004, APA, stef)

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