Haider hat auch bei Vorzugsstimmen die Nase vorn

5. April 2004, 12:36
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Köfer, Schaunig und Rohr erreichten ein Direktmandat - Im Ergebnis kaum Veränderungen durch Wahlkarten-Auszählung

Klagenfurt - Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) hatte bei der Landtagswahl am Sonntag auch bei den Vorzugsstimmen die Nase vorn. 4.450 Wähler schrieben seinen Namen neben das Parteikürzel. Am nächsten kam ihm der SP-Bürgermeister von Spittal, Gerhard Köfer, der mit 4.050 Vorzugsstimmen den Sprung in den Landtag schaffte. Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut (S) erhielt 3.181 Vorzugsstimmen, Landesrat Reinhart Rohr (S) 2.823, für beide hätte es gereicht, sie waren aber ohnehin auf einem sicheren Listenplatz gereiht. Kaum Veränderungen brachte die Auszählung der Wahlkarten.

SPÖ-Spitzenkandidat LHStv. Peter Ambrozy erreichte nach Angaben der Landeswahlbehörde 1.964 Vorzugsstimmen und ließ damit FP-Regierungskollegen Gerhard Dörfler hinter sich, der auf 1.727 Vorzugsstimmen kam. ÖVP-Obmann Landesrat Georg Wurmitzer wollten 461 Wähler extra hervorheben. LHStv. Karl Pfeifenberger (F) erreichte von allen Regierungsmitgliedern die wenigsten Vorzugsstimmen, nämlich 330, und lag damit hinter FPÖ-Obmann Martin Strutz, der 412 Vorzugsstimmen gewann.

FPÖ-Quereinsteiger Günther Willegger erhielt 250 Nennungen.

Von allen ÖVP-Kandidaten das beste Ergebnis erzielte Bundesrat Franz Gruber aus dem Bezirk St. Veit, der 1.184 Vorzugsstimmen lukrierte. Ex-Landesrat Robert Lutschounig, der unter Umständen in den Landtag kommt, erreichte 929 Nennungen. Spitzenkandidatin Elisabeth Scheucher kam auf 832 Vorzugsstimmen.

Bei den Grünen konnte Spitzenkandidat Rolf Holub immerhin 863 Vorzugsstimmen lukrieren, Eva Glawischnig, die eigenen Aussagen zufolge aus Solidarität kandidiert hatte, wollten 528 Wähler ins Landesparlament vorreihen.

Ausgezählt wurden am Montag auch die Wahlkarten. Von 2.198 gültigen Stimmen entfielen 828 (37,67 Prozent) auf die FPÖ, die SPÖ kam auf 850 (38,67 Prozent), die ÖVP auf 296 (13,47 Prozent) und die Grünen auf 207 Stimmen (9,42 Prozent). Die KPÖ erhielt 14 Stimmen (0,64 Prozent), auf die SAU-Partei entfielen drei Stimmen (0,14 Prozent).

Laut Herbert Hauptmann, dem Leiter der Landeswahlbehörde, verschob sich dadurch im vorläufigen Endergebnis ein Zehntelprozent von den Freiheitlichen zur ÖVP. Somit kam die FPÖ bei der Landtagswahl 2004 auf 42,4 Prozent der Stimmen, die SPÖ auf 38,4 und die ÖVP auf 11,7 Prozent. Die Grünen erreichten 6,7 Prozent und die KPÖ 0,6 Prozent. Das amtliche Wahlergebnis soll am Mittwochnachmittag feststehen. (APA)

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