Fonds: Die Top und Flops im Februar

22. Februar 2005, 20:11
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Wer in Aktien mit Schwer­punkt Russland investiert hatte, konnte sich besonders freuen - im Gegensatz zu Tech­nologie- und Japan-Fonds - Ein Rückblick von e-fundresearch

Der beste Fonds des Kalendermonats Februar 2004 war mit +13,7 Prozent der von Bernd Förtsch bei DAC-Fonds gemanagte H&A Lux Vermögensaufbau-Fonds. Der aktuell zu 90 Prozent in Aktien investierte Mischfonds schaffte es vor allem durch eine spekulative Gewichtung von Nano-Tech-Werten in der Höhe von rund fünf Prozent sich auf Platz eins zu setzen.

"Ich möchte aber betonen, dass wir generell konservativ bzw. in Standardwerten investiert sind. Solch eine Monatsperformance ist deswegen keinesfalls zu halten", betont Fondsmanager Förtsch, der mit aktuell 89 Titeln auch relativ breit aufgestellt ist.

Danach folgt der Future-Fonds Quadriga GCT USD mit 10,8 Prozent Kursplus in Euro: "Wir hatten im Februar in vier Marktsegmenten sehr gute Trends: Dollar short gegen die meisten Währungen, Indizes long, Energiebereich und Getreide ebenfalls long"schildert Christian Baha, Grümder und Eigentümer von Quadriga.

Nach dem ING International Czech Equity Fund (+10,4 Prozent), der von Jaroslaw Krabec in Prag verwaltet wird, setzt sich dann ein zweiter Hauck und Aufhäuser Fonds, nämlich der H&A Lux VCH Value Opportunities mit +10 Prozent, auf Platz vier. Grund hierfür: Das Schwergewicht deutscher Small- und Mid-Caps (der deutsche TecDAX 30 legte etwa im Februar um 16,4 Prozent zu).

Osteuropa und Russland im Februar top

Nach dem von Stefan Böttcher von Charlemagne Capital in London verwalteten Julius Baer Central Europe Stock (+9,9 Prozent) reiht sich dann Steffen Gruschka vom DWS Russia mit +9,3 Prozent auf Platz sechs ein: "Der Grund für die gute Performance war sicherlich der starke Ölpreis und die hohe Liquidität, die von den Aktienmärkten derzeit absorbiert werden muss. Besonders unser - mit vier Prozent im Fonds gewichteter - Favorit Transneft legte mit +40 Prozent stark zu", erklärt er weiter.

Der weitere Verlauf russischer Aktien hänge vom Ausgang der Präsidentenwahlen am 14. März ab: "Gehen nicht genug Leute zur Wahl und wird diese dadurch als ungültig erklärt, könnte das stark auf die Kurse drücken", prognostiziert er. "Denn Unsicherheit ist für die Börsen immer schlecht."

Auch der Pictet Eastern Europe Fund setzt traditionell zu mehr als 50 Prozent auf Russland und hat davon mit +9,1 Prozent an Performance im Februar auch stark profitiert.

Fondsmanager Jury Ostrowsky sieht bei einem weiteren Anstieg des Rubels vor allem Vorteile bei Telekomwerten: "Deren Ausgaben sind in Dollar, die Einnahmen dagegen in Rubel", skizziert er die Chancen. Und falls die allgemeine Nachfrage nach Rohstoffen weitergeht, seien russische Ölwerte weiterhin gefragt.

Der Anstieg tschechischer Aktien sei dagegen durch die hohe Gewichtung von Telekom-Werten im Index zu erklären, analysiert er den starken Anstieg tschechischer Aktien im Berichtszeitraum. Der Tschechische PX50 legte beachtliche 14,7 Prozent zu. Platz sieben bis zehn gehen auch an Osteuropa-Aktienfonds: Schroder Emerging Europe (+9,1 Prozent) vor Thames River Eastern European (+8,8 Prozent) und INVESCO Taiga (+8,7 Prozent).

Technologie und Japan verliert

Am Ende der Performanceliste finden sich im Februar die Gewinner des Januar: Technologiefonds. "Befürchtungen bezüglich der hohen Bewertungen haben zu Verkäufen geführt", erklärt Thomas Hilfing, Fondsmanager des Credit Suisse Global Technology Fund, der sich mit -4 Prozent ebenso wenig dem Abwärtstrend entziehen konnte wie seine Konkurrenten von DWS, Polar Capital, Sarasin und Swissca.

"Besonders Halbleiter-Aktien, die knapp 30 Prozent der gängigen Indizes ausmachen, haben verloren", analysiert er weiter, verweist aber gleichzeitig auf die weiterhin intakten Wachstumsaussichten des gesamten Sektors. "Die Fundamentals sind gut", gibt er sich optimistisch.

Mitten unter Technologiefonds findet sich dann schließlich noch ein weiterer High-Flyer der letzten Monate: Der Weisenhorn Amerika von Johann Weisenhorn. "Viele Aktien die im Januar stark gestiegen sind, haben im Februar korrigiert", nennt er Gründe. "Die hat dazu geführt, dass wir oftmals ausgestoppt wurden.

Die Cash-Quote ist dementsprechend hoch bei 40 Prozent", erklärt er weiter. Beispiele seien u.a. Lexa Media oder Goodyear. "Derzeit kaufen wir aber schon wieder zu", lässt er durchblicken.

Weitere Verlierer im Februar sind schließlich Japan-Aktienfonds: Comgest Growth Japan (-4,2 Prozent), Meinl Japan Trend (-4,1 Prozent) oder Nippon Portfolio Fonds (-3,3 Prozent).

Alle Performancezahlen per 27.2.2004 in Euro / Datenquelle: Lipper

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