Rom steigt auf Linux um

22. Juni 2006, 12:33
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Stadtverwaltung soll ab Mai migriert werden – Eine "politsche" Entscheidung

Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" will Rom die Rechner der Stadtverwaltung auf Linux umstellen. Das Open Source Betriebssystem soll dabei ab Mai auf insgesamt 9.500 Rechnern installiert werden.

Politik

Laut Mariella Gramaglia, Mitglied des Stadrats, handle es sich dabei vor allem um eine politische Entscheidung zu Gunsten von Open Source, die Kostenfrage sei eher zweitrangig. Die Einsparungen im Bereich der Lizenzkosten müssten in der Anfangsphase ohnehin wieder für das Training der Angestellten ausgegeben werden, mittelfristig erhoffe man sich durch den Umstieg aber sehr wohl geringere Kosten.

Unterstützung

Mittlerweile gebe es in Italien eine breite parlamentarische Mehrheit, die sich für Open Source in der öffentlichen Verwaltung einsetze, so Gramaglia, die Migration werde sowohl von PolitikerInnen der Linken als auch der Rechten unterstützt. Der Umstieg bedeute aber nicht, dass man vollkommen von Microsoft loskommen wolle, so werde es auch zukünftig Kooperationen mit dem Softwareriesen geben. (apo)

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