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Antizyklisches Verhalten ist trendy.
+++Pro
Von Karl Fluch
Zu den dekadenten Erfindungen der letzten Jahre zählen Heizständer auf Märkten und vor Lokalen der Innenstädte. Sie erlauben, dass italienische Touristen beim Weihnachtsbummel ihre Gelati bei den Sommer vortäuschenden Plusgraden lecken können; bevor sie sich in eine Pizzeria empfehlen, um nur ja nicht über eine einheimische Panier in Kontakt mit dem Gastgeberland zu treten. Wenn schon im Winter CO2 in die Atmosphäre blasen, dann bitte zu nachhaltigerem Zwecke. Indoor-Heizen ist okay, Nahrungsaufnahme sowieso. Also wird im Winter auch gegrillt. Hüttenzauber auf der Dachterrasse, garantiert DJ-Ötzi-frei. Der Grill-Corpus wärmt bis in Schritthöhe, der Grillhandschuh beim Würschtelwenden bis zum Ellenbogen. Den Rest erledigt der Glühwein, das Bier wird niemals warm. Eigentlich ist Grillen ja Heizen und Kochen in einem, bloß hat uns die Zentralheizung dergestalt verweichlicht, dass wir heute nur noch sommers, grässlich verschwitzt und wie Leder gegerbt, Gegrilltes einschneiden. Ein Irrtum.
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Kontra---
Von Benno Zelsacher
Antizyklisches Verhalten ist trendy. Und mitunter praktisch. Wer in der Früh aus der Stadt rausfährt, hat es verkehrstechnisch leichter als jene, die reinfahren. Wer sich zwecks Urlaub in der Nebensaison in die Berge, ans Meer oder wohin auch immer begibt, ist zügiger und preisgünstiger unterwegs als jene, die das in der Hauptsaison tun. Diesbezüglich wird das Antizyklische das Zyklische nicht überholen. Das liegt an der Schulpflicht.
Abgesehen davon wird jeder, der sommers einen Griller unfallfrei bedienen und Lappen aller Art zeitgerecht wenden kann, dies auch winters zusammenbringen. Aber muss das wirklich sein? Belassen wir es doch beim traditionellen Zyklus, dem die Sonnenbahn zugrunde liegt. Also beim Putzen und Einwintern des Grillers im Herbst und beim Auswintern und freudvollen ersten Anwerfen im Frühling. Man muss nicht immer alles haben, braucht keine Erdbeeren im Winter, keine Maroni im Sommer, und eiskaltes Bier geht gar nicht. Rettet den Zyklus! Freut euch auf den Frühling! (Der Standard/rondo/24/02/2012)
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Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Warum ist Grillen im Winter bitte Anti-zyklisch? Macht es Sinn sich bei 30°C im Schatten ein Berg glühende Kohlen neben den Tisch zu stellen? Oder macht es mehr Sinn bei -10°C das zu tun? Ich würde im Winter vielleicht nicht zur Donauinsel zum grillen fahren. Aber wenn man einen Garten hat oder ein Balkon, dann ist es doch gerade im Winter angebracht zu grillen. Schön geräuchter und gegrillter Schweinebauch macht bei niedrigen Temperaturen eh mehr Spaß als bei 30°C.
Die Frage ist also eher: Grillen im Sommer?
kleines Problem, die "Rueckseite" kuehlt extrem schnell aus. Also Bratwuersteln u. Fleischlaberln gehn, sowas eher nicht
http://derstandard.at/132850754... logGroup=1
Und wieder mal Null Ahnung von der Materie. Fällt mir schön langsam auf, Poldi.
Gerade die Kugel macht das Fleisch/Fisch saftig, es gibt keine krebserregenden schwarzen Spuren am Fleisch und die Mischung aus Grill- und Räuchergeschmack ist genial (da muss man halt so eingeweichte Holzschnitzel reinhaun in die Kohle). Plus, dass man eben im Winter auch grillen kann und es schmeckt wie Sommer.
Wir grillen so ganze Lachsseiten, ganze Huehner und die besten Entrecotes von ganz wo gibt.
also ich hatte am 16.2. auf meiner terrasse in der sonne über 30° gemessen, im schatten warens immerhin noch 10°, natürlich habe ich da meine freunde angerufen und gegrillt, leider mussten die meisten arbeiten.... aber das "unter der woche ist schönes wetter und am WE ist's sch...." gibt es im sommer ja auch...
...in soclehn Fällen ist eine Sache der richtigen Interpretation der Messergebnisse:
Ohne Sonne (also bewölkt) wär das Messergebnis anders ausgefallen, aber auch das empfinden wäre mit Sicherheit ein kühleres gewesen.
wer grilltn schon mit gas? nur weichflöten, die auf konstante regulierbare temperaturen und so zeug aus sind ;-)
na, ernsthaft, ich find' grillen im winter superleiwand. aber der einwand mit den zu kalten gasflaschen stimmt natürlich prinzipiell schon.
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