Apfel statt Eibe

21. Februar 2012, 16:53
  • Ein Kandidat für den Kompost - dabei gäbe es Wege und Möglichkeiten, überschüssige Ernte an den darob glücklichen Mann zu bringen. Wollen muss man halt.
    foto: apa/patrick pleul

    Ein Kandidat für den Kompost - dabei gäbe es Wege und Möglichkeiten, überschüssige Ernte an den darob glücklichen Mann zu bringen. Wollen muss man halt.

Beserlparks zu Obstgärten, Kanalfluren zu Gemüsebeeten und überhaupt mehr Essbares statt Stachelgrün - das wünscht Gregor Fauma sich von der Stadt

Die Idee, diesen Sommer selbst angebautes Gemüse zu assimilieren, zieht, bedingt durch ein Phänomen, das letzten August ins Bewusstsein gedrungen ist und dadurch beschrieben wird, dass alle Hobbygärtner zur gleichen Zeit ernten, von allem Gemüse zu viel haben und nicht wissen, wem sie es noch allen schenken sollen, neue Kreise innerhalb der Kalotte.

Was fehlt, ist eine Abgabe- und Verteilstelle, die das gartenfrische Gemüse an all jene weitergibt, die keine Möglichkeit haben, es selbst anzubauen. Phantastilliarden Tonnen Zucchini, Gurken, Paradeiser würden somit statt auf dem Kompost in Korbtaschen dankbarer Abnehmer landen, die sich damit pekuniär ein wenig sparen und diätologisch ein wenig Gutes tun würden.

Es liegt also an den mangelnden Möglichkeiten, selbst Gemüse oder Obst anzubauen, auch wenn Fiona meint, das ginge auf dem Fensterbrett. Dieses scheint dann doch etwas zu klein, aber in Wahrheit gibt es Gemeinflächen ohne Ende, die als Kotfänger für Vierbeinscheißer dahinmodern, anstatt als kommunale Anbaufläche für die Anrainer zu dienen.

Die Stadt ernähren

Was hindert die Wienführung, in den Beserlparks statt stacheliger Immergrüne etwa essbare Einjährige zu setzen? Wer hindert die Stadtregierung, die endlosen Fluren entlang des Donaukanals oder die weiten Flächen hinter den Kastanienwänden im Augarten mit Apfelbäumen, Birnbäumen und Mirabellen zu bepflanzen? Und statt schwachsinniger, keltenkultbedingter Lebenskreisbaumkreise könnte man starkduftende, genusskultbedingte Pfirsichbaumkreise an die Wienerwaldränder setzen.

Das Plädoyer, pro Quadratmeter Hundeklo einen Quadratmeter Gemeinschaftsbeet abzustecken, muss in den Landtagen gehalten werden, möchte man politisch die nächsten Jahre überleben - das sei den Entscheidern ins Stammbüchlein geschrieben. Jegliches Obst, Erdäpfel, Zwiebel, Knoblauch, Zucchini, Gurken, Kürbisse, Melanzane, Paradeiser, Topinambur, Rüben aller Art, Kohl, Kraut, Broccoli, Karfiol, Blattsalate und alle einjährigen wie auch winterharten Kräuter könnten über das Jahr verteilt die Stadt ernähren, unentgeltlich. Dann hätten die Menschen auch mehr Geld für Fleisch, das in allerbesten, nachhaltigen Bedingungen als Tier heranwachsen und nach hohen, ethischen Standards seinem Ende zugeführt werden kann.

Mord und Totschlag

Woran scheitert's? An den Menschen selbst. Mord und Totschlag stünden am Ende dieser Idee. Es ist das Konzept des Besitzanspruchs, das uns scheitern lässt. Wer Wochen oder gar Monate in Beete und Bäume investiert, um sich dann die Ernte von vazierenden, maßlosen Idioten abräumen zu lassen, welche diese dann möglicherweise auf Umwegen versilbern, wird zu Beetwehren aufrufen, Patrouille gehen lassen und auf alles schießen, das sich an der Ernte vergreift. Auch innerhalb einer friedfertigen Anbaueinheit werden Diskussionen aufkeimen, wann der der optimale Reifezeitpunkt für die Erdbeeren erreicht sei, auf dass diese nun geerntet und verschlungen werden könnten. Die Gierigen essen auch die grünen, erst fahlroten und noch lange nicht reifen Paradeiser, Erdbeeren oder Äpfel. Das schmerzt den Gärtner in der Seele, das kann er nicht zulassen.

Aber vielleicht ist dieser Pessimismus gar nicht angebracht, und es würde sich eh alles auf einem brauchbaren Miteinander einschaukeln, und die paar Ausnützlinge würden das System nicht aus der Balance bringen können. Einen Versuch wäre es wert. Erste Schritte wurden bereits gesetzt - mehr dazu findet sich an untenstehender Adresse. Viel Freude beim Pflücken (falls noch etwas da ist). (DER STANDARD, Rondo, 17.2.2012)

  • Fauma & Flora

    Das Rückgrat der Fisole

    TitelbildBohne, Zucchini und Kürbis brauchen eine Stütze - Die ist ihnen der Gärtner, der im Mai ausreichend Rankhilfen aufstellt, weil das junge Gemüse sonst bald den Kopf hängen lässt, weiß Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Trau keinem Tau auf Rosen! [6]

    TitelbildJetzt ist der Moment, um Rosen an Land auf Pilzbefall zu untersuchen und für neue Seerosen ein passendes Gewässer zu finden

  • Fauma & Flora

    Süßsaurer Mai [24]

    TitelbildDie Eisheiligen stehen vor der Tür. Welches junge Gemüse trotzdem schon hinausdarf und was besser im Haus bleibt, weiß Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Ein Beet als Blütenwand [5]

    TitelbildDer Nachbar wird schön schauen: Wegen der Hortensien ums Hochbeet sieht er bald nicht mehr in Ihren Garten! Einige Anregungen, die zu Freude und Erfolg führen mögen.

  • Fauma & Flora

    Eingeborene sind selten Eingefrorene

    TitelbildAutochthone Pflanzen wie die Clematis können mit Frostattacken im April eh gut umgehen - Exotische Schönlinge brauchen halt momentan ein wenig mehr Aufmerksamkeit, weiß Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Mit einem Hochbeet auf Augenhöhe gärtnern [57]

    TitelbildEin Hochbeet schont den Rücken, nicht das Geldbörsel - Es sei denn, man greift zu Hammer und Nägeln anstelle von großteils hässlichen Fertigsets, meint Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Scharfe Sachen vom Kompost [7]

    TitelbildGuter Dünger muss reifen wie Wein, aber bei einem Verschnitt aus Ästen und Gras kann man nachhelfen

  • Fauma & Flora

    Mangoldgrube [4]

    TitelbildViel Platz unter der Sonne und reichlich Wasser will der Krautstiel - Er dankt's dem Beilagenesser mehrfach in einer Saison mit üppigen Ernten, weiß Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Hilfe zur Selbsthilfe [17]

    TitelbildAdvent und Wohltätigkeit gehören zusammen. Charity im eigenen Garten ist, wenn man dem Lieblingsstrauch die (Schnee-)Last nimmt und alle Stauden stützt, meint Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Kopfnuss im Erdbeerland [1]

    TitelbildWie feucht und sandig mag's die Fragaria? Die Antwort auf genau diese Frage ist eine süße Denksportaufgabe, meint Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Mäuse füttern im Zwiebellook

    TitelbildSolange die Böden noch nicht gefroren sind, heißt es: dick anziehen und großzügig sein mit Blumenknollen - Das freut natürlich auch den einen oder anderen Nager, der dafür selbstlos die Erde lockert

  • Fauma & Flora

    Anamnese vor dem Wildwuchs [12]

    TitelbildLos geht's: Rasch das alte Laub aus den Gartenschlapfen beuteln und sofort draußen klären, was die Pflanzen bald schon brauchen werden

  • Fauma & Flora

    Anden-Abhärtung [1]

    TitelbildTropische Pflanzen wie die Engelstrompete wachsen auch in den südamerikanischen Bergen - Minusgrade, nur für kurze Zeit, machen sie sogar robuster, meint Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Krautiger Nachtfalter [7]

    TitelbildDer Gewöhnliche Steinklee macht etwas Ungewöhnliches: Er faltet seine Blätter vor dem Schlafengehen, um uns den nächsten Tag zu versüßen - Womit, verrät Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Zocken mit dem Frost [1]

    TitelbildFür Gärtner ist der November ein Glücksspiel: Friert es, gibt es hohe pflanzliche Verluste zu beklagen - Auf Sicherheit spielende Outdoor-Experten setzen dagegen das herumliegende Laub einfach als Thermojacke ein - Eine warme Empfehlung von Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Wider die Vampirattacke [17]

    TitelbildDem Gärtner stinkt die frühe Dämmerung, er steckt die Zehen in den Boden: Tipps für den Knoblauchmonat Oktober von Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Komposthaufen: Lasagne alle verdure [3]

    TitelbildSchicht für Schicht abwechselnd Trocken- und Grünzeug übereinanderlegen: Das hat sich auch beim Komposthaufen bewährt - Faule Tricks von Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Im Herbst zeigt es sich [3]

    TitelbildDer Herbst ist der Höhepunkt des Gartenjahres - so zur rechten Zeit vorgesorgt wurde

  • Fauma & Flora

    Der Garten auf der Couch [2]

    TitelbildStellen Sie sich vor, Sie sind Psychiater, und ein Garten kommt zu Ihnen - Redet er ständig vom Dachs, hat er keinen Dach(s)schaden - Das Problem liegt tiefer. Also beim Boden, meint Gregor Fauma

  • Fauma & Flora

    Ein Paradeiser-Weiser [41]

    TitelbildDas Nachtschattengewächs mit dem heißumstrittenen Namen wird gern auf dem Balkon gezogen - Gregor Fauma über Theorie und Praxis der Tomate

  • Fauma & Flora

    Kiwi-Klischees: Unrasiert im Eierbecher [10]

    TitelbildDie Kiwi und ihre Klischees: Die populäre Neuseeländerin ist in Wahrheit gebürtige Chinesin, und dass sie in Österreich nicht reifen mag, ist auch Blödsinn

  • Fauma & Flora

    Garten-Groupies [8]

    TitelbildWenn die Groupies kommen, kriegt Gregor Fauma zwar Schampus verehrt - aber anstrengend ist es schon

  • Fauma & Flora

    Der Geiztrieb beim Wein [14]

    TitelbildZurückstutzen oder wuchern lassen? Das ist die Frage, die über die Süße der Trauben entscheidet - Gregor Fauma gibt Tipps für die Rebenpflege

  • Fauma & Flora

    Der Wind als Hund [11]

    TitelbildDass der Wind noch selten etwas Gutes gebracht hat, können Gärtner aus ganzer Seele bestätigen - Gregor Fauma über den Feind der zarten Blüte

  • Fauma & Flora

    Septemberarbeit [2]

    TitelbildErschöpfend war das Nichtstun des Sommers, jetzt aber darf Gregor Fauma umso intensiver garteln

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Fürs übriggebliebene Obst

und Gemüse: schon mal Freecycle probiert? die dortige Klientel steht sicher auf Selbstgezogenes.

Na ich weiß nicht.
Hört sich ja sehr idealistisch an, aber imho mangelt es nicht so sehr an frei zugänglichem Obst, sondern an der Bereitschaft es zu ernten (afaik gibts sogar eine Webseite samt Google-Map dafür).
Ich kenne etwa in Wien einige Kriecherl-/ Ringlottenbäume, wo man nur zuzugreifen bräuchte.
Von Holler&Co ganz zu schweigen.

Andererseits reichen mir auch schon die ganzen Deppen, die mittlerweile jedem Bärlauchblattl nachrennen.
Die Masse ist der Tod von allem.

Guter Artikel ...

... tolle Idee. Da kommt man vom rein realen Wert einer öffentlichen Frucht, schnell ins philosophieren über's soziale Miteinander in einer Stadt. Man stelle sich vor, mir fehlten Paradeiser und ich gehe an den Donaukanal, finde alles abgeerntet, und gehe ohne einen bösen Gedanken, in den nächsten Billa weiter.

bei nussbäumen braucht man gar keine pflege, bei obstbäumen auch nicht unbedingt so viel (vor allem werden halbstämme auch nicht so groß wie die meisten stadtbäume, die ständig geschnitten werden müssen).
das problem ist nicht nur besitzdenken, sondern auch neid und rassismus. zu letzterem: sogar leute, die selbst zu faul zum ernten sind, regen sich auf, wenn migranten die möglichkeiten nutzen.

trotzdem gibt es funktionierende nachbarschaftsgärten.

damit die obstgehölze ordentlich tragen

brauchen die meisten leider sehr wohl pflege, vor allem in form eines gekonnten rückschnittes.

Hanf

wäre deshalb dem Obstbau vor zu ziehen!

Wäre Hanf leichter zu verarbeiten, es stünde dem nichts im Wege...

Eiben"früchte" sind sehr wohl essbar!

Der rote Samenmantel ist süß und etwas schleimig, schmeckt nicht schlecht. Man muss halt aufpassen, dass man keinen Samen zerbeißt oder schluckt.

tipps für überschüssiges obst

erstens - verkaufen (wer wen findet...)
zum ernten einladen (es kommt niemand.......)
es bleibt: selber pflücken und verschenken!
alles was nix kostet wird gerne angenommen, inhalte ganzer bananenschachteln werden aufgefuttert, mitarbeiter die man sonst nie sieht, kommen auf "besuch".
oder im wohnhaus verteilen - anläuten und fragen ob man frisches obst haben will. man macht freude, tlw. wird man mit gegengeschenken belohnt, eingeladen usw. kleine geschenke machen freunde :-)

zum ernten einladen (es kommt niemand.......)

Das werde ich heuer machen.
Mal schauen, wer kommt... ;-)

ich hab einen der wenigen öffentlichen obstbäume als nachbar - und der wird lustvoll beerntet - oben von den vögeln, unten von den meistb jugendlichen, ich bilde mir ein hauptsächlich migrationshintergrund - die wissen was spass macht und gut schmeckt!
klettern, eine frucht greifen, die SOFORT in den mund stecken - ist doch lustvoller als etwas aus dem plastiksackerl vom supermarkt.

Jaja, der Konflikt zwischen "Es wäre sooo schön" und der Realität.

Leider stehen grünliche Bobos generell mit der menschlichen Realität auf Kriegsfuß.

Man erinnere sich nur an das tolle Vienna Bike, bei dem jeder irgendwo ein Radl nimmt, und es irgendwo wieder zurück gibt. Soooooo schön!
Beendet wurde das nach wenigen Wochen, weil die Bikes halt vandalisiert oder gestohlen wurden, was weniger romantische Menschen vom ersten Tag an prophezeit haben.

Oder:
In den Donauauen beginnt in einigen Gegenden der Bärlauch-Bestand zusammenzubrechen, weil einige entdeckt haben, dass man mit den Zwiebeln Geld machen kann.

Und jeder, der weiß, wie viele Prozesse über die Höhe einer Gartenhecke zwischen 2 Nachbarn geführt wurden, der weiß auch, wie illusorisch solche "Alle machen das gemeinsam"-Aktionen sind.

ich möchte die diskussion aber noch um einen aspekt erweitern - den mut zur "gstättn". ich hab das politikern schon vorgeschlagen, würde m.m. nach auch geld sparen wenn man eine wiese weniger oft mäht - die stadtmenschen bekämen wildblumen zu sehen, die hundstrümmerln würden optisch verschwinden - aber njet - verträge mit den gartenbaufirmen, amtsschimmel ich weiss nicht was die ursache ist.
eine schöne parkstruktur sind ehemal. schrebergärten - da gibts jede menge obstbäume - und keinen störts.

kann ich nicht zustimmen - versteh auch nicht wie der bärlauch da hineinpasst. den gibts schon länger - und im wald kann man vieles sammeln - wenns zuwenig wird, zahlt es sich nimmer aus, und die bestände erholen sich. notfalls kann man auch verbote/mengenbegrenzung andenken. gibt es bei holz und schwammerln ja auch.

Der Bärlauch zeigt,...

...wie mit freien Ressourcen umgegangen wird. (Das traditionelle Blätter-Sammeln ist den Pflanzen egal. Nicht aber das Ausreißen der kompletten Pflanze.)
Typisch war auch der Umgang mit den Gratis-Rädern.

Das ist nur die Privat-Variante von dem, was man in der Wirtschaft täglich sehen kann. Sobald es zu etwas freien Zugang gibt, wird es erbarmungslos unökonomisch ausgebeutet und zerstört. Weil es dem Einzelnen nützt, und dem ist die Gemeinschaft völlig egal.

Das, was die Grünlichen gerade bei der Wirtschaft sehen, wollen sie bei kleinen Menschen nicht erkennen. Es reichen halt ein paar Leute, die solche offene Systeme zum Scheitern bringen. Und ein paar gibts immer. Sonst bräuchten wir keine Gartenzäune oder Wohnungstüren.

es kommt auch auf die soziale überwachung an - in meinem garten wird trotz zaun in meiner abwesenheit geerntet, viele nachbarn haben keinen gartenzaun um die ehemaligen felder. die türen sind am land sowieso offen - in der stadt bei uns auch (ausenschnalle).
aber im öffentlichen raum einer dichtest besiedelten stadt seh ich auch probleme, auch dadurch dass es zu wenig flächen gibt und sich z.b. vandalismus einiger auf die paar entladen wird.
bei bäumen seh ich kaum probleme - was soll passieren? die kastenien im augarten wachsen trotz schändung durch den jungen jjf.

Also ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es einen Bärlauchengpass geben soll, weil ein paar Idioten die Pflanzen samt Wurzeln ausreissen um sie dann zu verkaufen...

Wenn ich mir die Praterauen vorstelle oder die Donauinsel im unteren Bereich, wo's vor Bärlauch im Frühling nur so wimmelt, mache ich mir da wirklich keine Sorgen!

Letztes Jahr ist in Greifenstein die Polizei ausgerückt,...

...weil ganze Flächen Bärlauch komplett gerodet waren. Sie haben die Leute gefunden, die ganze Lieferwagen voller Körben mit Bärlauchzwiebeln weggeschafft haben.
Man kann alles zu Tode ernten. Es können sich auch nachwievor nicht vorstellen, wie man den riesen Regenwald abholzen kann. Die paar Bäume?

Zwischen ein paar Leuten, die eine im Verhältnis zum Auwald kleine Fläche "abroden" und der systematischen Zerstörung des Regenwaldes ist dann doch ein bisschen ein Unterschied, meinen Sie nicht auch?

Soviele Leute gibt's gar nicht, die das machen, das ist doch ein wirklich kleines Problem...

Tut mir leid, wenn ich die Nadel in die gedankliche Blase rammen muss. Es leben aber doch ein paar Menschen von Züchten und Verkaufen von Obst und Gemüse (nicht nur Supermärkte). Die würden sich nicht freuen wenn ihre Produkte an jeder Ecke verschenkt werden.

Das wäre nicht das Problem, es gäbe ja genügend "veredelte" Sorten, die man auf dem freien Feld nicht züchten könnte, das Problem liegt eher darin, dass vor allem Gemüse dann doch ein wenig Pflege bedarf.

Bei Obstbäumen ist das Problem das Herabfallen der reifen Früchte, ich weiß, was meine Bäume für Arbeit machen, die Marillen sollten wenn möglich auch nicht auf geparkte Autos fallen. Das gibt Dellen ohne Ende.
Und wenn die Früchte dann reif sind und keiner pflückt sie, dann verfaulen sie am Boden, Wespen kommen, etc...

Alles nicht so einfach, ich werde mal heuer schauen, dass ich meine Äpfel, die ich nicht brauche, verschenken kann. Heuer musste ich eine ganze Biotonne voll entsorgen :-(

da machst du irgendwas falsch. biotonne is nur für erdäpfel und paradeiser mit braunfäule.

wespen sind an sich net schlecht, du musst nur den komposthaufen weit genug weg machen.

organisier dir zuerst eine vernünftige saftpresse, die brauchst du am ehesten. wenn du den saft zu schnaps brennen willst, geht das später immernoch. dann kauf dir ein paar (12, 24, 32, 48) von den einmachgläsern und einen einkochautomat (mit platz für 12 gläser pro kochvorgang). dazu viele flaschen mit patentverschluß (ploppt). fallobst pressen, einsaften, flaschen im apparat sterilisieren, reife früchte einkochen, eventuell marmelade mit 1:1 gelierzucker machen. rest dörren, vakuumieren, einlagern.

CU TOM

Suchen Sie sich doch einen Schnapsbrenner. Und die Wespen kriegen Sie mit Hornissen unter Kontrolle. ;-)

Hornissen sind absolut friedlich!
Vor einigen Jahren hab ich bei Arbeiten ein Hornissennest in der Isolierung über der Werkstätte entdeckt. Hab die offene Verkleidung eine halbe Stunde stehen lassen und dann ganz normal weitergearbeitet - nix is passiert.
Ich glaub, heuer ist es wieder bewohnt. Da hat wohl eine Königin das alte Nest zernagt, um daraus ein neues zu bauen.
Und die Wespen fliehen, wenn das tiefe Gebrumm anhebt...

Schnapsbrennen ist übrigens ein verbrieftes Menschenrecht. Oder wie lese ich sonst "das Recht zur Herstellung der eigenen Nahrungsmittel"?

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