Ur-Urwalderdnuss

3. Februar 2012, 16:59
  • Kelly's Salted Redskin Peanuts, 145 g / € 1,89 z. B. bei Billa
    foto: der standard

    Kelly's Salted Redskin Peanuts, 145 g / € 1,89 z. B. bei Billa

Fair gehandelt und ursprüngliche Sorten - Redskins gibt es jetzt auch bei uns

Schön langsam kommen auch die Großen der Foodindustrie wie Intersnack (Mutter des heimischen Knabberspaßvogels Kelly's, Anm.) drauf, dass es einen wachsenden Markt für fair gehandelte, ursprüngliche Sorten gibt. Die etwas missverständlich als Redskins vermarkteten Erdnüsse kommen zum Beispiel nicht vom sonst unvermeidlichen Peanut-Großexporteur USA, sondern aus dem Ursprungsland der Erdnuss, Bolivien, wo noch etwa 2500 Bauern im Urwald-Hochland alte Sorten kultivieren.

Handarbeit

Das geschieht zum größten Teil in Handarbeit - auch die Felder werden nur mittels einfacher Krampen bestellt. Die Nüsse sind deutlich größer und im Geschmack vielschichtig strukturierter - mit zartbitteren Noten, die wohl vom mitgerösteten, purpurroten Häutchen stammen, das sie umhüllt. Intersnack gibt an, in der Region betont rücksichtsvoll zu agieren und etwa Schulprojekte für die Bevölkerung zu unterstützen. Gut! (corti/Der Standard/rondo/03/02/2012)

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21 Postings

die felder werden nur mit einfachen Krampen bestellt! sagt interfood. und wir bauen schulen für eine bessere Welt! egut sagt der Redakteur. sehr zivilisiert!

das sollte der standard nicht bewerben. die Redaktion hat sich aber sicher vor Ort ein Bild gemacht, interfood,kellys sind super,die produkte lecker, die lebensverhältnisse ein traum. erdnüsse sind schlecht für die zähne, schreib mal darüber!

mit lecker kannst beim wullf antreten, wollf, aber nicht hier.

langweilig....

nach dem BIO-Schmäh kommt der FairTrade-Schmäh!

Ich glaube nicht, dass die Leute in Bolivien wirklich fair behandelt werden. Das ist sicher wieder nur ein Marketing-Trick.

Endlich nachgesehen

Ich hatte heute endlich mal eine Packung in der Hand.
Kein Fairtrade-Gütesiegel.

Möglich, dass die Bauern trotzdem relativ fair behandelt werden, aber es ist jedenfalls kein echtes Fairtrade-Produkt.

Kein Gütesiegel?

"Bio" ist grundsätzlich mal kein Schmäh, nur weil sich manche Menschen etwas anderes darunter vorstellen als das Gütesiegel verspricht.

Und was FairTrade angeht: Es steht hier zwar "fair gehandelt", aber vom entsprechenden Gütesiegel ist auf dem Bild nichts zu sehen. Auch in der Datenbank von www.fairtrade.at ist das Produkt nicht zu finden.

Vielleicht handelt es sich also wirklich um einen "Schmäh", aber anders als du dachtest.

Ich gehe heute sicher nicht mehr extra dafür in einen BILLA, aber vielleicht schaut jemand anderer mal nach und berichtet darüber?

Was ist ein Urwald-Hochland?

Die erhöhte Fläche auf der der Hochland-Urwald wächst - ist doch logisch ;o)

ntersnack gibt an, in der Region betont rücksichtsvoll zu agieren und etwa Schulprojekte für die Bevölkerung zu unterstützen. Gut!

Nein, nicht gut weil zu wenig. Ich hab auch schon Schulen in MyanMar unterstützt, das sagt gar nichts.

Nett wäre ein FairTrade Zertifikat oder ähnliches, damit die Leute dort wirklich verdienen an dem Futter. Das Zeug muss ja auch nicht "nur" 1,89 kosten. Wenns 2,49 kostet und die Menschen die Differenz von 0,50 einstecken dürfen, wärs mir echt lieber.

Konsumartikel sind teuer genug. Dann mag ich nicht auch noch 50 Cent mehr für Nüsse ausgeben, nur dass ein paar Globalisierungsverlierer ein schöneres Leben haben.

OK, wenn sie die 50 Cent so notwendig haben, sind sie ein noch größerer Verlierer.

Dann kaufens die Nüsse halt nicht.

20 Packungen davon machen dann schon eine differenz von 10 euro aus - das ist einmal kino gehen ;)
und natürlich hab ichs nötig, ich will mir ja mal was leisten von meinen jobs :D

Wenn Sie aber selber zu den Verlierern gehören ...

... dann sollten sie sich doch eher mit den Ärmsten solidarisch erklären? Oder sind sie ein FPÖ Wähler? Also einer, der immer jemanden braucht, der in der (idR vom Geld gprägten) Hierarchie unter einem steht?

nein, grün-spö wechselwähler ;)

und für mich sind die Hierarchien durch Bildung und sozialen Stand geprägt. Der Nachbar ober mir mag zwar mehr Geld alleine durch Sozialleistungen haben, aber er ist trotzdem ein Assozialer, der weder deutsch noch sonstwas kann ;)

Ok, das beruhigt mich. Obwohl ihre Denkungsweise weder Grün noch Rot ist.

Obwohl mich ihr Egoismus schon schmerzt.

Im TV gabs eine Dokumentation die so einen Fairtradebauern zeigt. Vor dem Fair-Trade Vertrag mussten er, seine Frau und seine 4 Kinder auf den Kaffeeplantagen arbeiten um notdürftig zu überleben. jetzt reichts aus, dass nur er und seine Frau 6 Tage pro Woche arbeiten und die Kinder in die Schule gehen können. Leben tuns aber trotzdem in einem Kartenhaus, aber er hofft, dass es den Kindern dereinst besser gehen wird.

Das ist mir allemal ein gelegentlicher Nicht-Kinobesuch wert!

die frage is: was kann ich dafür ? ;D

Nix, aber das muss auch nicht der Fall sein um jemandem zu helfen.

Sie sind wirklich ein armer Mensch, sie haben in ihrem ganzen Leben offenbar nie Hilfe erfahren oder wenn, dann nur, wenn der Hilfeleistende Schuld war.

Sehr arm.

Nichtmal wenn der/diejenige Schuld war.

aber für Herr und Frau Österreicher sind die 50 Cent

entscheidend, denn wenn man 20 Packungen isst (für Herr und Frau Ö. nix besonderes) kann man um das ersparte Geld einmal mit dem neuen VW in die Waschstraße fahren!
Und das ist ihnen allemal wichtiger als "zufriedene Indianer"

mfg

Darum ist der Markt auch in Ö kein wachsender, anscheinend kaufen das nur Migranten...

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