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Vom tschechischen Bier weiß man, dass es sich um ein helles untergäriges Lagerbier handelt.
Vom tschechischen Bier weiß man, dass es sich um ein helles untergäriges Lagerbier handelt. Und das seit 1842. Damals hat ein gewisser Josef Groll aus Vilshofen im damals neu eingerichteten Bürgerlichen Brauhaus zu Pilsen erstmals jenes Bier gebraut, das als Pilsner Urquell Weltruhm und als Pilsner Stil Weltgeltung erlangt hat. Weltweit rühmen sich Brauereien "Pilsner" oder "Pils" zu brauen - wie stark (oder meist: wenig) diese Biere auch vom Vorbild entfernt sein mögen.
Ist das nicht ein bisschen zu stark vereinfacht? Erstens ist nicht jedes Bier, das sich Pilsner nennt, an den tschechischen Stil angelehnt - bei Bewerben ist daher "Bohemian Style Pilsner" nur eine unter mehreren Pils-Kategorien. Zweitens ist nicht jedes tschechische Bier an das helle Vorbild Grolls angelehnt - es gibt wundervolle halbdunkle und dunkle Lagerbiere in Tschechien. Und drittens hat sich das helle Lagerbier auch in den Brauereien Böhmens erst langsam - nämlich um 1870, rund drei Jahrzehnte nach der Pilsner Innovation - durchgesetzt. Bis dahin brauten die meisten Brauhäuser in Böhmen und Mähren obergärige Biere. Die sind allerdings im späten 19. Jahrhundert vom Markt verschwunden.
Brautechnische Umbrüche
Erst nach der Wende von 1989 gab es zaghafte Ansätze, es einmal mit Weißbier zu versuchen. Das obergärige Weizenbier aus Böhmen war ja zu Wallensteins Zeit, 200 Jahre vor Groll, berühmt gewesen. Aber die obergärige Brautradition ist von den brautechnischen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts verschüttet worden - der Markt erwartet eben vom tschechischen Bier das, was Pilsner Urquell, Budweiser und eine Handvoll anderer Brauerein vorgeben.
Und dann gibt es doch ein paar Brauer, die sich nicht in das enge Korsett des brautechnischen Mainstreams pressen lassen wollen: Die eine oder andere Prager Gasthausbrauerei hat in den vergangenen Jahren mit obergärigen Hefen experimentiert und seit einiger Zeit gibt es auch ein obergäriges Flaschenbier amerikanischen Stils aus unserem nördlichen Nachbarland. Es kommt aus der Familienbrauerei Matuska in Broumy, einem Dorf westlich von Prag. Und sehr westlich ist auch das Bier: Da gibt es ein extrem hopfenbetontes California Pale Ale und ein Imperial Pale Ale mit dem Namen Raptor, das knapp 16 Grad Stammwürze und 60 Bittereinheiten aufweist. (Der Standard/rondo/03/02/2012)
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Ich war vor Jahren mal in Prag und besuchte bei dieser Gelegenheit ein Lokal namens "Uflecku(oder so ähnlich). Das Lokal war touristisch und klischeehaft,
aber das dunkle Bier dort war außergewöhnlich gut.
Das läßt sich auch über das Prager Dunkle im wr. 7*
sagen, das schon Michael Jackson(Bier nicht Pop)
beeindruckte.
Schade, dass der Bierpapst, einem derart hopfenzentristischen Weltbild nachhängt. Ich als Bierministrant halte ja dieses je bitterer je besser, die Hopheads wie der Bierpapst nachhängen für eine Fehlentwicklung.
Trotzdem mag auch ich India Pale Ales. Derzeit gibt es in Wien 3 außergewöhnlich gute. Das Imperial IPA in der Brewing Company, das 7* IPA, und das Standard
IPA (=Grapefruitbier) der Brewing Company.
Seit Jahresbeginn, gibt es im 7* wieder deren grandioses India Pale Ale. Dafür wurde allerdings das Rauchbier von der Karte genommen. Das wird wohl das Bier mit dem geringsten Absatz gewesen sein.
Ich verstehe, dass sie das reichliche Angebot (7 sehr gute! Biere) nicht weiter ausbauen wollten, aber
das Chili-Bier wäre mir weniger abgegangen.
Suche schon seit Längerem ein gutes IPA (heißt übrigens "Indian Pale Ale" und nicht "Imperial"), nur leider wird das offenbar weder aus den USA importiert noch in Mitteleuropa sehr häufig gebraut.
Sollte jemand in Ö erhältliche gute IPA's (oder einen Importeur) kennen, bitte posten. Hier noch der Link zu der Brauerei in CZ (http://www.pivovarmatuska.cz/ - leider ohne Übersetzung).
in der englische bier kultur bezeichnet imperial (oder double) ein starkes bier (mit hohe stammwuerze grad ; ueber die ubliche 12-13 grad plato) was sich dem bock bezeichnung annaeert. india pale ale ist vom still her eher starkeres aber im gemaessigte form (14-15 grad plato).
ein imperial pale ale (besser gesagt imperial india pale ale, imperial IPA oder IIPA) ist eine starker gebrautes version von IPA.
in der 1516 brewing company in wien gibts mit dem hop devil eines der besten IPAs das ich bislang drinken durfte und zur zeit auch ein zweites IPA,dessen namen ich gerade vergessen habe und daß mit speziellen slowakischen hopfen gebraut wird(mit wackeren 8% alk gehalt,nicht ganz so hopfig wie der hop devil,aber auch sehr gut)
http://www.1516brewingcompany.com/
ebenfalls ein sehr gutes IPA braut auch die schönramer brauerei aus bayern,auf der website ist es zwar nicht zu finden,aber in diesem wirtshaus gibt es diese köstlichkeit auf jeden fall:
http://www.brauerei-schoenram.de/wo_einzeln_480.htm
beide absolut wert getestet zu werden und auch einen kleinen umweg wert!
Laut Wikipedia darf man auch Imperial sagen, für den Raptor ist es aber India.
Als Quellen kann ich dir neben der Bierothek noch www.bier-imperium.com (sehr stark bei deutschen Spezialitäten, aber z.B. auch Sierra Nevada-Biere), www.biererei.at (eher belgisch, gelegentlich aber auch amerikanische, inzwischen auch großes England/Schottland-Angebot) und www.edelbier.at (nur Versand, lagernd eher eingeschränktes Angebot, aber einige Perlen darunter).
Die Bierzauberei in Brunn am Gebirge braut ein paar verschiedene Pale Ales:
http://www.bierzauberer.info/
Gleich nebenan gibts dann noch die Bierothek mit einer ebenfalls ganz interessanten Auswahl:
http://www.bierothek.at/
Außerhalb "Böhmens" gibt Matuska-Biere angeblich nur in England und Japan (!) http://www.pivovarmatuska.cz/nasi_odbe... atele.html
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