Der erste "Fashion-Porno" der Welt

29. Jänner 2012, 19:40
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... und warum man darauf schon früher hätte kommen können - Kolumne von Stephan Hilpold

Vergangene Woche war in Berlin Fashion Week, und wie immer, wenn in Berlin Fashion Week ist, steigt in der Stadt nicht nur die Sonnenbrillen- und Herrenhandtaschendichte, sondern auch der Hormonspiegel. Das ist in Berlin, wo es immerhin einen Club mit dem schönen Namen "Ficken 3000" gibt, zwar nicht weiter erwähnenswert, vergangene Woche hat aber gezeigt, dass der Hormonspiegel in dieser Stadt keine Obergrenze kennt.

In Berlin wurde nämlich der erste "Fashion-Porno" der Welt präsentiert. Der Film beginnt mit einem Höhepunkt, und dieser dauert fünf Sekunden. Daraufhin befriedigt die Hauptdarstellerin den Hauptdarsteller, wobei der Ring an ihrem Finger (laut Texteinblendung) von Unisex curated by JP Singson ist. 

Mannigfaltige Möglichkeiten

Weitere Rollen spielen Kleider und Accessoires von Dolce & Gabbana, Yohji Yamamoto und Michael Kors. Leider ist der Film, den der Modeblog Dandy Diary produziert hat, mit drei Minuten etwas kurz geraten, das Prinzip eines "Fashion-Pornos" kann er aber bestens illustrieren. So kompliziert ist es ja nicht. Um so verwunderlicher, dass bisher noch niemand darauf gekommen ist.

Die Möglichkeiten für Modefirmen sind mannigfaltig: Unterwäschemarken (man denke nur an Bruno Banani) und Hersteller von High Heels könnten ihr Marketingbudget in Product-Placement stecken. Am interessantesten ist das Ganze aber zweifellos für die Ringindustrie: Bisher musste sie sich nämlich auf die Zurschaustellung von Finger- und Ohrringen beschränken. Bei Pornos bieten sich einige Möglichkeiten mehr. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/27/01/2012)

  • In den Rollen: Kleider und Accessoires von Dolce & Gabbana, Yohji Yamamoto und Michael Kors.
    foto: dandy diary

    In den Rollen: Kleider und Accessoires von Dolce & Gabbana, Yohji Yamamoto und Michael Kors.

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