Auf den Mist damit

15. Jänner 2012, 20:00
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    foto: reuters/macgregor

    Die Logik von Simplify: weg damit! (In diesem Fall haben Elton John und David Furnish ausgemistet und ihre ausgemusterten Schuhe für karitative Zwecke zur Verfügung gestellt)

Was tun, wenn der Kleiderkasten wieder einmal überquillt? Wie man die alten Fetzen los wird, ist alles andere als einfach

Es gehört zu den schönen Dingen des Internets, dass es selbst für Fragen, die man sich nicht gestellt hat, Antworten parat hält. Eine dieser Fragen ist jene, wie man am besten den eigenen Kleiderkasten auf Vordermann bringt, sprich: wie man die alten Fetzen loswird. Das ist alles andere als einfach, auch wenn manch einer meint, die perfekte Lösung zu kennen. Die Homepage von Simplify - das ist ein höchst erfolgreicher "Beratungsdienst zur Vereinfachung des Lebens" - hat diesbezüglich einige interessante Vorschläge: "Alle Sachen, die Sie länger als ein Jahr nicht angezogen haben", kann man dort lesen, "werden Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent auch künftig nicht anziehen."

Die Logik von Simplify: weg damit! Das klingt gut, das Problem an diesem Satz liegt allerdings in den fehlenden zwei Prozent. Was, wenn man der Sachen, die man im vergangenen Jahr pausenlos getragen hat, irgendwann überdrüssig wird? Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt nicht bei 98 sondern bei 100 Prozent.

Ein anderer schöner Satz auf der Homepage der Lebensvereinfacherer lautet: "Manche, die das Aufräumen besonders schwierig finden, stopfen ihren Schrank mit Sachen voll, die ihnen erst passen werden, wenn Sie endlich fünf und mehr Kilos los sind." Das finden die Macher von Simplify gar nicht gut. Dabei ist es wahrscheinlich eine der wenigen Möglichkeiten, ein weitaus schwerwiegenderes Problem als einen vollgestopften Kleiderkasten in den Griff zu kriegen.

Wir sehen: Manchmal sollte man es sich nicht zu einfach machen. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/13/01/2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
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golfiwang
02
16.1.2012, 22:56

Wintersachen (also jetzt) direkt zur Gruft. Dort wird die Kleidung 1:1 genutzt - ohne Zwischenhändler oder sonstige Umwege.

Zugegeben, da tut man sich als Wiener etwas leichter.

Chocoholic
00
16.1.2012, 21:51
Lok couture in der Mariahilferstrasse freut sich.

lilian
00
16.1.2012, 15:09
ich habe sachen im kasten entdeckt, die ich vor 15

jahren gekauft habe. z.b. ist eine hose darunter, die wi eneu aussieht (obwohl öfter getragen). sie passt nach wie vor perfekt und die leute fragen mich, wo ich die tolle hose denn gekauft hätte (die denken sie sei neu). also vonwegen wegwerfen...

Standardnormalverteilung
03
17.1.2012, 06:52

Stimmt, wenn man die Geduld (und den Platz) hat, kommen die Sachen auch wieder mal in Mode...

Kra Wuzikabuzi
01
16.1.2012, 17:19
machen Sie kastenführungen ?

aber spass beiseite.
alles, was man zwei jahre nicht angehabt hat, wird man wahrscheinlich nie mehr anziehen.
wenn man (ich leider nicht) konsequent ist, sollte man das zeuig dann zu einem kostnix-laden http://www.umsonstladen.at/
geben, die nächsten pfarrflohmärkte sind erst im frühjahr...

lilian
00
17.1.2012, 19:19
naja, das mit den "kastenführungen" ist genau das

problem. er quillt dann natürlich über ;-) habe einen "aktuellen" und einen mit "älteren" sachen. ich verschenke gerne, wenn ich weiß, dass es anderen hilft. danke für den hinweis auf den "kostnixladen" !

Club-der-dichten-Toten
00
16.1.2012, 14:35

Aufpassen mit den ach so tollen Altkleidercontainern, wo gewünscht wird, dass nur einwandfreie Ware eingeworfen wird.

Humana, das rote Kreuz und wie sie alle heissen, verscherbeln den allergrößten Teil zu einem Bettel an eine Altkleiderfirma, die das Gewand dann nach Afrika verschippert und dort um einen Bettel verkauft. Damit wird aber dort dann der lokale Markt komplett runiert...

http://fm4.orf.at/stories/1676227/

Lokale Läden (Tauschbörsen, Kostnixladen, Frauenhäuser, Kirchenaktionen, Flohmärkte, etc. sind sicher die bessere (wenn auch aufwändigere) Alternative, Dinge loszuwerden, die man nicht mehr braucht.

princess of fame
01
16.1.2012, 15:16
nach Afrika verschippert und dort um einen Bettel verkauft

Ich wiederum habe einen TV-Beitrag gesehen (leider kann ich keine Quelle angeben, weil ich nicht mehr weiß, welcher Sender, welche Sendung), wonach eben diese Kleidung säckeweise von Afrikanerinnen gekauft werden, die diese auf den lokalen Märkten weiterverkaufen und so ihre Familie ernähren.
Obwohl Jeans am beliebtesten sind, gefolgt von farbenfroher Kinderkleidung. Es gibt kaum Kleidungsstücke die übrig bleiben und die wenigen werden zu Haushaltstextilien umgearbeitet.

Club-der-dichten-Toten
01
16.1.2012, 15:22

Beiträge gibt's einige...

http://www.dailymotion.com/video/xm8... erden_news

http://www.youtube.com/watch?v=lhRUwBsbvgg

http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE

Es gibt auch durchaus Projekte, wo die Kleidung direkt wirklich den entsprechend Hilfsbedürftigen zugute kommt, nur sollte man scih von der Illusion lösen, dass das Einwerfen in einen Humana-Container (zB) schon per se eine gute Tat ist...

Standardnormalverteilung
00
17.1.2012, 06:57

Danke für die Info.
Ich hab grad letzte Woche eine noch gute Daunenjacke in den Container gegeben, die hätte ich wohl auch besser anbringen können...

princess of fame
01
16.1.2012, 15:36
nur sollte man scih von der Illusion lösen, dass das Einwerfen in einen Humana-Container (zB) schon per se eine gute Tat ist...

Na geh. Nehmen Sie mir nicht meine Illusionen, so schön strahlt mein Ego in Regenbogenfarben.
Nun bleibt mir nur noch, mit Wilfried zu sinden:
"Du hast mir mein Orange verpatzt...".
;-)

froilein froilein
00
30.1.2012, 00:28
Vor Humana sei gewarnt

In den meisten Ländern dürfen die gar nicht mehr mit einer "noblen Absicht" werben. Die Eigentümer sind entweder im Knast oder noch immer flüchtig.
Dahinter steht ein Riesen-Imperium, das weltweit agiert aber mit "humanitären" Zielen nichts zu tun hat.

http://www.agpf.de/Tvind.htm
http://de.indymedia.org/2005/07/1... 3016.shtml
http://www.datum.at/artikel/u... oerderung/

princess of fame
05
16.1.2012, 14:19
das Problem an diesem Satz liegt allerdings in den fehlenden zwei Prozent.

Ich hatte einen knielangen schwarzen Blazern, gekauft in den Achtzigern. Den habe ich mitgenommen über all die Jahre, durch alle Wohnungswechsel, gegen alle Bedenken.
Irgendwann, es ist noch nicht so lange her, war in meinem Kleiderschrank, dem begehbaren, so wenig Platz, dass ich ihn widerstrebend, aber doch, in den Altkleidersack gab.
Ein halbes bis dreiviertel Jahr später kamen in der Mode die Achtziger wieder, mit Leggings, Röhrljeans und übergroßen, überlangen Blazern.
Gut, ich habe mir einen neuen Blazer gekauft, aber die Erinnerung nagt trotzdem. Weil der alte...
;-)

Laughing Magician
00
16.1.2012, 12:53

genau. ich stimme meinen vorpostern zu: spenden, volkshilfeladen, tauschzentrale, etc.

aber wegwerfen ist verschwendung.

Thomas J Jackson
00
16.1.2012, 12:24

In den Mist kommt gar nichts, außer Socken und Unterwäsche. Alles andere in den Altkleidercontainer der Caritas. Vielleicht hat dann ja noch jemand Freude daran.

Susanne_B
01
16.1.2012, 15:12

Wer den Caritas-KV kennt, sagt zwar, dass die Mitarbeiter durchaus bedürftig sind, dennoch: die Spenden für die Caritas landen nciht bei BEdürftigen sondern bei den Mitarbeitern der Caritas, die sich locker aussuchen, was sie brauchen.

Angelika70
00
16.1.2012, 11:37

"Alle Sachen, die Sie länger als ein Jahr nicht angezogen haben", kann man dort lesen, "werden Sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent auch künftig nicht anziehen."

Das praktiziere ich seit Jahren so. Nach dem Ablauf des zB Sommers x werden die nicht mehr getragenen Sachen des Sommers x-1 in einem Kostnixladen gebracht.

nebenerwerbsposter
21
16.1.2012, 12:32

gut aufpassen, dass sie dich nicht einmal dort behalten...

PERLENQWIEN
 
00
16.1.2012, 12:08
Eh, ich trage es zur Volkshilfe.

Da komm ich am Weg zur Arbeit vorbei.

kanvier
02
16.1.2012, 10:28
Verschendung

Nicht jedes und alles zu kaufen weil man es kaufen, währe noch viel, viel sinnvoller!

quijote
00
16.1.2012, 15:46

vielleicht vorm kauf denken und erspartes geld in sinnvolle projekte stecken, statt gebrauchte almosen verteilen und sich noch gut dabei vorkommen...
Wer es selbst nicht schafft, dem hilft vielleicht folgender tipp: es gibt auch kleine kleiderschränke.

Susanne_B
10
16.1.2012, 15:12

währe
soso

quijote
00
16.1.2012, 15:47

frau oberlehrerin?

just my 2g Senf
00
20.1.2012, 00:30

Sie sind wohl noch nicht viel in den hiesigen Foren herumgekommen ... ;-)

kugelfischfänger
01
16.1.2012, 09:17
Ich finde die Überschrift nicht passend

zum Thema gerade in Zeiten, in denen Wiederverwertung groß geschrieben wird. Ergänzend zu den vorherigen postings: Gutes, sauberes Gwand zum Humana bringen, kleinere Mengen nehmen sie auch direkt in den Filialen an. Nicht Zumutbares auf den Mist.

Ich hab' schon wahre Fundstücke beim H. ausgegraben.

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