Salami vom Esel

23. Dezember 2011, 17:18
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Lamperln, Eserln und Kuhlimuhlis sind ganz mild und leicht verdaulich

Wer auf den saisonal unvermeidlichen Kunstgenuss folkloristischer Krippen tendenziell mit erhöhtem Speichelfluss reagiert, dem kann geholfen werden. Sind ja auch wirklich zu appetitlich anzusehen, die Lamperln, Eserln und Kuhlimuhlis! Im Alimentari von Gian Carlo Ferrarese in Wien-Döbling ist jedenfalls rechtzeitig Eselsalami aus Padua eingetroffen.

Wer jetzt pikiert die Augenbraue lüpft, weiß vielleicht nicht, dass die Präsenz des Esels an der Krippe in vielen Regionen Italiens als Indiz für seine bevorstehende Schlachtung und Verwurstung gilt. Okay, biblisch belegt ist das nicht, dafür aber gilt Eselfleisch wegen seines Reichtums an Eisen und der leichten Verdaulichkeit als klassisches Kraft-Essen für Mütter nach der Niederkunft.

Dass Esel nicht industriell gezüchtet werden und deshalb meistens ein Leben vor dem Tod haben durften, mag bewussten Konsumenten als weiteres Argument für seinen Verzehr gelten. Geschmacklich ist die milde, zart gereifte Salame di asino jedenfalls ausgesprochen empfehlenswert. (Severin Corti/Der Standard/rondo/23/12/2011)

  • Salame di Asino, 110 g / 2,20 € bei Alimentari Gian Carlo, Billrothstr. 41, 1190 Wien. 24. 12. bis 15 Uhr geöffnet.
    foto: hersteller

    Salame di Asino, 110 g / 2,20 € bei Alimentari Gian Carlo, Billrothstr. 41, 1190 Wien. 24. 12. bis 15 Uhr geöffnet.

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